Cebit-Neuheiten rund um den PC: Die Taktrate ist kein Thema mehr

Cebit-Neuheiten rund um den PC
Die Taktrate ist kein Thema mehr

Cebit ist Big Business. In den zahllosen Gängen der Messehallen im Süden von Hannover finden sich aber auch in diesem Jahr wieder etliche Neuerungen, bei deren Anblick dem Computerfreak das Herz schneller schlägt. Wer sich nicht von dem überhöhten Eintrittspreis von 34 Euro (im Vorverkauf sind es 30 Euro) abschrecken lässt, erhält auch als Privatanwender einen interessanten Überblick zu aktuellen Trends in der Computerwelt.

WiWo/ap FRANKFURT/M. Taktrate ist kein Thema mehr - zumal auch bei Privatanwendern der Trend weg von der dicken Kiste und hin zum schmucken Notebook geht.

Da gibt es etwa von Fujitsu-Siemens (Halle 1, Stand 5e2) ein neues Multimedia-Notebook zu sehen: Das ab April erhältliche jüngste Modell der Modellreihe Amilo D hat einen Pentium-4-Prozessor und verspricht "100 Prozent schnellere 3D-Visualisierung, um 71 Prozent bessere Video-Entschlüsselung und um 41 Prozent erhöhte Internet-Performance".

Spiele-Freaks wird es auf der Cebit wohl zuerst zu Nvidia (Halle 19, Stand C31) ziehen: Der führende Hersteller von Grafikchips demonstriert die Leistungsfähigkeit seines neuen Geforce 4, der inzwischen so komplex geworden ist, dass ein Intel-Prozessor blass dagegen aussieht: Der Pentium 4 mit 2,2 Gigahertz hat 42 Millionen Transistoren, der neue Geforce-Chip mehr als 63 Millionen dieser Mini-Schalter. Noch einmal erheblich verbessert wurden die 3D-Fähigkeiten - auf dass Computerspieler noch realistischer in virtuelle Landschaften eintauchen können! Wer sich eine Grafikkarte mit dem Geforce 4 zulegen will, muss mit Preisen bis 500 Euro rechnen, günstiger sind die MX-Ausführungen des Chips.

Wo die Augen so sehr verwöhnt werden, wollen auch die Ohren Leistung satt. Eine neue Serie von PC-Lautsprechern zeigt der Schweizer Hersteller Logitech (Halle 25, Stand D67): Die vier Design-Boxen der Z-Serie werden wie bei der Stereoanlage mit Standardkabeln angeschlossen und versprechen Heimkino-Sound mit einer Leistung bis zu 400 Watt. Die Lautsprecher können so im Raum angeordnet werden, dass ein optimaler Surround-Klang entsteht. Der Subwoofer für die Bässe kommt unter den PC-Tisch - damit auch die Nachbarn im Stockwerk darunter noch etwas davon haben. Das Spitzenmodell Z-560 kostet 299 Euro.

Mehr Leistung statt immer kleiner - dieser Trend ist auch bei MP3-Playern zu beobachten. Die "Multimedia-Jukebox" des französischen Herstellers Archos (Halle 21, Stand A61) speichert MP3-Musik, Fotos und Videos auf einer Zehn-Gigabyte-Festplatte. Die Bilder können auf einem zwei mal drei Zentimeter großen Display angezeigt werden, für den Sound gibt es eine Kopfhörerbuchse. Ein Ergänzungsmodul verbindet die silbern-blaue Jukebox (Preis: 448 Euro) mit den Compact-Flash- oder Smart-Media-Karten der digitalen Kamera.

Bei der Datenverbindung von Peripheriegeräten mit dem PC kommt neben dem inzwischen schon klassischen USB verstärkt das 40 Mal schnellere USB 2.0 zum Einsatz. Wer nicht gerade den allerneuesten PC sein eigen nennt, kann den USB-Turbo von 480 MB pro Sekunde aber nur dann nutzen, wenn eine PCI-Karte dafür eingebaut wird. Manche Hersteller von USB-2.0-Geräten wie der externe CD-Brenner Predator von Iomega haben in ihre Einführungspakete eine solche Karte gleich dazu gepackt. Iomega ist diesmal allerdings nicht auf der Cebit präsent.

Die Firewire-Schnittstelle lässt den Datenverkehr zwischen PC und einem angeschlossenen Gerät mit derzeit 400 und künftig 800 MB pro Sekunde durchs Kabel rauschen, kommt bislang aber eher bei ambitionierten Anwendern wie Profi-Fotografen zum Einsatz.

In der digitalen Fotografie ist das Megapixel-Fieber noch nicht zu Ende. Amateure können sich mit drei Megapixeln durchaus zufrieden geben, für die Profis dürfen es gern doppelt so viel sein: Die FinePix S2 Pro von Fujifilm (Halle 1, Stand 3L1) hat einen Sensor, der pro Aufnahme 6,17 Megapixel wahlweise auf eine SmartMedia- oder eine CompactFlash-Card bannt. Jedes Bild kann mit einer Sprachnotiz bis 30 Sekunden Dauer beschrieben werden. Die High-End-Kamera kommt mit einem Preis von 4.500 Euro in den Handel. Noch nicht einmal ein Zehntel davon kosten neue Einsteigerkameras wie der HP Photosmart 612 (Halle 1, Stand 7i2). Dessen elektronisches Auge erfasst 2,3 Megapixel und verfügt über einen zweifachen optischen Zoom. Bei Vobis (Halle 2, Stand A44) gibt es die Kamera mit einem sonst separat verkauften Zubehörsatz zum Preis von 369 Euro.

Sehenswert sind auf der Cebit schließlich die Einblicke von Unternehmen und Forschungsinstituten in ihre Zukunftswerkstatt. Diese reichen vom allseits vernetzten Haus bis hin zu witzigen Einfällen wie dem "elektronischen DJ" von Hewlett-Packard, der "aus der Bewegung, der Körpertemperatur und dem Puls der Tänzer die aktuelle Stimmung auf der Tanzfläche erspürt und die Musik dem Geschmack der Gäste anpasst".

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