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Celesio plant Einstieg bei Pharmagroßhändler in Slowenien

Europas größter Pharmahändler Celesio will sich an dem slowenischem Großhändler Kemofarmacija beteiligen.

dpa-afx STUTTGART. Europas größter Pharmahändler Celesio will sich an dem slowenischem Großhändler Kemofarmacija beteiligen. Celesio habe eine Vereinbarung zum Erwerb der 31,4-prozentigen Beteiligung des führenden slowenischen Pharmaherstellers Lek an Kemofarmacija unterschrieben, teilte das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen am Freitag mit. Lek ist ein Tochterunternehmen von Sandoz und Teil der Novartis-Gruppe.

An der Börse gab das Celesio-Papier bis zum Mittag 2,40 Prozent auf 55,64 Euro nach, während der MDax gleichzeitig um 0,54 Prozent auf 5 219,28 Punkte verlor. Dies führten Händler mehrheitlich auf das Auslaufen einer Wandelanleihe der Franz Haniel Gmbh auf Celesio-Aktien zurück. "Haniel hält unseres Wissens derzeit rund 59 Prozent an Celesio", sagte ein Celesio-Sprecher. Die Anleihe beziehe sich auf 6,5 Prozent der bestehenden Celesio-Aktien und sei 2001 von Haniel begeben worden. Durch die Umwandlung in Aktien erhöhe sich der Streubesitz bei Celesio weiter. Bei einer Marktkapitalisierung von 4,81 Mrd. Euro liegt der Streubesitz derzeit bei 1,95 Mrd..

Celesio-Chef: Kemoframacija "Idealer Partner"

Der Vorstandsvorsitzende der Celesio AG, Fritz Oesterle, sagte zur Übernahme: "Dies ist der erste Schritt von Celesio im Pharma-Großhandel in Slowenien. Ich bin überzeugt, dass das Unternehmen der ideale Partner ist." In einem zweiten Schritt möchte Celesio Aktien von anderen Aktionären von Kemofarmacija erwerben, um eine Mehrheitsbeteiligung zu erreichen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dies bis zum Ende des laufenden Jahres erreichen können", sagte der Sprecher. Die Frist laufe bis Ende des Jahres. Die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung hängt von der Genehmigung der Wettbewerbsbehörden ab. Sie wird Anfang des Jahrs 2005 erwartet.

Mit einem Umsatz von 213,5 Mill. Euro im Jahr 2003 und einem Marktanteil von über 40 Prozent sei Kemofarmacija der Marktführer im Pharma-Großhandel und Prewholesale in Slowenien. Kemofarmacija habe eine 100-prozentige Tochtergesellschaft in Kroatien (Unipharm, d.o.o) und halte eine Mehrheitsbeteiligung in Rumänien (Pharmafarm S.A.), teilte Celesio mit. Zudem habe sich Celesio den Kauf von 10,8 Prozent an dem kroatischen Pharma-Großhändler Medika ebenfalls von Lek gesichert, hieß es.

Ausblick Bestätigt

Europas größter Pharmahändler hat seine nach einem deutlichen Ergebnisschub in den ersten neun Monaten angehobene Prognose für das Gesamtjahr 2004 bestätigt. Das Ergebnis vor Steuern soll in lokalen Währungen um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen.

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