Cell Network und Mandator wollten Mehrheitsverhältnisse ändern
Pixelpark-Fusion mit schwedischer Agentur gescheitert

tas BERLIN. Die Berliner Multimedia-Agentur Pixelpark hat auf dem Weg zu einer internationalen Geschäftsausweitung einen herben Rückschlag erlitten. Wie das Unternehmen am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Berlin mitteilte, ist die Übernahme der schwedischen Internet-Unternehmen Cell Network und Mandator in letzter Minute gescheitert, obwohl bereits vor zwei Wochen ein Fusionsabkommen geschlossen wurde. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Pixelpark-Vorstandschef Paulus Neef: "Das geplante Unternehmen hätte große Chancen im Markt gehabt."



Neef zufolge hätten die Partner Cell Network und Mandator trotz des rechtskräftig unterschriebenen Vertrages Nachverhandlungen über die wesentlichen Eckdaten gefordert. Die Schweden wollten eine Namensänderung für das gemeinsame Unternehmen, das eigentlich Pixelpark AG heissen sollte, durchsetzen und die Mehrheitsverhältnisse zu ihren Gunsten umdrehen. Ursprünglich geplant war eine 56,6-prozentige Mehrheit von Pixelpark am neuen Unternehmen. Nachverhandlungen über schon beschlossene Bedingungen seien für Pixelpark aber nicht akzeptabel, sagte Neef. Deswegen seien die Gespräche mit den Schweden am Mittwoch abgebrochen worden. Aufgrund des "Vertragsbruchs" prüft Pixelpark rechtliche Schritte. Zu den Vorgängen erklärte Cell-Network-Vorstandschef Marcus Bäcklund: "Wir sehen das Zusammengehen mit Pixelpark weiter als die industriell gesehen richtige Lösung an. Aber wir werden uns nun in Deutschland nach einer anderen Lösung umsehen." Möglichen Schadenersatzforderungen von Pixelpark stehe Bäcklund gelassen gegenüber.



Trotz der geplatzten Fusion möchte Pixelpark sein Wachstum in der nächsten Zeit forcieren. Dies werde zum einen organisch geschehen, zum anderen aber durch gezielte Akquisitionen. "Es gibt viele interessante Unternehmen, mit denen eine Partnerschaft vorstellbar ist", sagte Neef. Der schwedische Markt sei aber keinsfalls gestorben. Wichtig sei aber der Ausbau der Aktivitäten in England, Frankreich und Spanien und das Erschließen osteuropäischer und lateinamerikanischer Märkte.



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