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Cenit verkauft Töchter und fährt Hardwaregeschäft zurück

Die am Neuen Markt gelistete CENIT AG Systemhaus plant wegen der schlechten Ergebnis- und Umsatzentwicklung in Nordamerika den Rückverkauf der dortigen Tochterunternehmen an den ursprünglichen Inhaber. Ein Vorvertrag sei unterschrieben worden, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Reuters FRANKFURT. In den ersten neun Monaten 2001 sei vor Steuern und Zinsen ein negatives Ergebnis (Ebit) von 7,22 (Vorjahr: minus 0,55) Mill. Euro angefallen. Um die Kosten weiter zu senken, sei auch in England ein Vorvertrag zum Rückverkauf an den Eigentümer unterzeichnet werden. Die Restrukturierungsaufwendungen und Abschreibungen würden das Ergebnis 2001 zwar belasten, seien jedoch Basis für eine künftig positive Ertragslage, hieß es.

Bei einem Umsatz von 90 (73,77) Mill. Euro habe sich das Ergebnis (Ebitda) ohne Abschreibungen von drei (1,75) Mill. Euro und Firmenwertabschreibungen von 1,01 Mill. Euro in den ersten neun Monaten auf minus 3,21 (2,26) Mill. Euro belaufen, teilte Cenit weiter mit. In Deutschland sei dabei bei einem Umsatzanstieg von 13,6 % auf 64,96 Mill. Euro ein negatives Ebitda von 0,635 Mill. Euro verbucht worden, das insbesondere durch ein weit hinter den Erwartungen gebliebenes Hard- und Softwaregeschäft entstanden sei.

Jedoch seien die Gesamtkosten des Konzern im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 3,3 Mill. Euro reduziert worden. In Deutschland sei deshalb ein positives Ebitda von 96 000 Euro entstanden. Zusätzlich sei ein erneuter Personalabbau von zehn Prozent beschlossen worden. Zudem werde das Hardwaregeschäft erheblich zurückgefahren sowie der Dienstleistungsanteil weiter ausgebaut. Von der Trennung von defizitären Ländergesellschaften verspricht sich Cenit den Angaben zufolge eine wesentliche Verbesserung des Konzernergebnisses für 2002.

Die Cenit hatte bereits Anfang August mitgeteilt, als Reaktion auf die aktuelle Marktschwäche Geschäftsstellen in Friedrichshafen, in Manchester und im amerikanischen Charlotte geschlossen zu haben.

Die Aktie lag zu Handelsbeginn mit 1,28 % im Plus bei 4,75 Euro.

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