Champions League: 2:1-Heimsieg über Arsenal London
Dortmund folgt Leverkusen in die Zwischenrunde

Nach vierjähriger Abstinenz ist Borussia Dortmund zur europäischen Spitzenklasse zurückgekehrt und Bayer Leverkusen in die Zwischenrunde der Champions League gefolgt. Mit dem 2:1 (1:1)- Erfolg über Arsenal London gelang dem deutschen Meister schon im vorletzten Gruppenspiel der entscheidende Schritt in die 2. Runde, in der der BVB zuletzt 1998 vertreten war. Damit sind dem an der Börse notierten Fußball-Unternehmen weitere Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe garantiert.

HB/dpa DORTMUND. "Seht ihr Bayern, so wird das gemacht", skandierten die 51 200 Zuschauer im ausverkauften Westfalenstadion mit einem Seitenhieb an dem tags zuvor gescheiterten FC Bayern München.

Nach dem Rückstand durch ein Zauber-Freistoß von Thierry Henry (18.) kamen die Dortmunder durch ein Eigentor von Gilberto (38.), der einen Freistoß von Tomas Rosicky abfälschte, zum Ausgleich. Den umjubelten Siegtreffer markierte Rosicky (63.) per Foulelfmeter, nachdem Arsenal-Keeper David Seaman den Tschechen Jan Koller zu Fall gebracht hatte. Da der AJ Auxerre zeitgleich beim PSV Eindhoven verlor, steht auch Arsenal bereits sicher in der Zwischenrunde.

Die Dortmunder boten eine spielerisch und kämpferisch beeindruckende Vorstellung. Doch die Kaltschnäuzigkeit, mit der sie am Samstag beim 4:1-Erfolg über Werder Bremen ihre Chancen nutzten, ließen sie diesmal vermissen. Bereits in der überaus druckvollen Anfangsphase hätte der deutsche Meister eine 2:0-Führung vorlegen können wenn nicht sogar müssen. Nach 72 Sekunden lief Lars Ricken, der den Vorzug gegenüber Stefan Reuter erhielt, allein auf Arsenal- Torhüter David Seaman zu, traf aber nur den linken Pfosten. Und in der 14. Minute köpfte Jan Koller nach einer traumhaft schönen Dede- Flanke ebenfalls freistehend den Ball an den rechten Innenpfosten. Die Strafe folgte auf dem Fuß, als sich in der 18. Minute der übereifrige Sebastian Kehl 20 Meter vor dem eigenen Tor zu einer unbeherrschten Attacke gegen Fredrik Ljungberg verstieg. Der starke Henry zeigte seine ganze Klasse und schlenzte den Ball unhaltbar für Torhüter Jens Lehmann über die BVB-Mauer ins Tor.

Der Rückschlag brachte den BVB, den Sammer mit drei Spitzen ungewohnt offensiv agieren ließ, allerdings nur kurz aus dem Tritt. Fortan sahen die 52 000 Zuschauer im ausverkauften Westfalenstadion eine temperamentvolle Partie, in der Dortmund die größeren Spielanteile besaß, Arsenal jedoch bei seinen Kontern stets brandgefährlich blieb. In der 28. Minute verpasste der Franzose Patrick Vieira nach Vorarbeit von Ljungberg nur knapp das vorentscheidende 0:2.

Auf der Gegenseite ließen Christian Wörns (24.) und Ewerthon (26.) gute Möglichkeiten ungenutzt. In der 38. Minute wurden aber die BVB - Angriffsbemühungen schließlich doch bemüht: Rosicky zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, der Brasilianer Gilberto fälschte den Ball mit dem Hinterkopf leicht, aber unhaltbar für Seaman ins eigene Tor ab.

In der Halbzeitpause hatte es sich wohl bis zu Sammer und Arsenal- Coach Arsene Wenger herumgesprochen, dass Konkurrent AJ Auxerre in Eindhoven zurücklag und damit beide Teams kaum noch was zu verlieren hatten. Denn nach dem Seitenwechsel ließ auf beiden Seiten der Offensivdrang erheblich nach. Vielmehr gewann die Torsicherung auf beiden Seiten an Bedeutung. Die funktionierte in der 63. Minute bei Arsenal nicht, als der 39-jährige Torwart-Oldie Seaman den durchgebrochenen Koller zu Fall brachte: Der überragende Rosicky verwandelte nervenstark zum verdienten Siegtreffer.

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