Champions-League-Finale
„Barca“-Ass Kluivert drückt Bayer die Daumen

Bayer Leverkusen hat im Champions-League-Finale am kommenden Mittwoch in Glasgow gegen Real Madrid einen neuen Fan: Der niederländische Fußball-Nationalstürmer Patrick Kluivert vom Real-Erzrivalen FC Barcelona erklärte: "Ich drücke Bayer Leverkusen die Daumen und wünsche der Mannschaft in Glasgow viel Glück."

sid MADRID. Der niederländische Fußball-Nationalstürmer Patrick Kluivert vom Real-Erzrivalen FC Barcelona erklärte: "Ich drücke Bayer Leverkusen die Daumen und wünsche der Mannschaft in Glasgow viel Glück." Die "Königlichen" verzichteten darauf, auf die Kluivert-Aussagen einzugehen, denn die Madrilenen hatten am Freitag ein weiteres "Endspiel" zu bestreiten.

Bei Deportivo La Coruna ging es für Zinedine Zidane und Co. um die direkte Champions-League-Qualifikation in der Primera Division. Dazu mussten die Real-Asse in Galizien den ersten Sieg seit zehn Jahren feiern. Nicht zum Einsatz kamen Luis Figo (Knöchelverletzung) und Raul (Oberschenkelblessur), die beide für die Partie am Mittwoch in Hampden Park geschont wurden. "Ich weiß nicht, wie sich meine Knöchelverletzung bis zum Endspiel entwickelt. Ich habe auch keine Kristallkugel, in die ich schauen könnte", meinte der portugiesische Mittelfeldstar Figo: "Ich hoffe aber, dass ich mich bis dahin besser fühle und ohne Schmerzen spielen kann." Für Real zählt gegen den deutschen Vizemeister nur der Sieg, der den neunten Triumph im Europapokal der Landesmeister und den dritten Erfolg in der Champions League nach 1998 und 2000 bedeuten würde.

Dafür greift der spanische Rekordmeister tief in die Vereinskasse. Real zahlt bei einem Erfolg im Finale an jeden Spieler eine Prämie von 320.000 Euro. Diesen Rekordbetrag handelten der Mannschaftsrat, Kapitän Fernando Hierro, Raul und Guti angehören, mit Sportdirektor Jorge Valdano aus. Die "Königlichen" sind im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens bislang noch ohne Titelgewinn. Der FC Valencia hatte Real zuletzt als spanischer Meister entthront. Außerdem ging am 6. März, dem Tag der Vereinsgründung vor 100 Jahren, das Pokalfinale im heimischen Estadio Santiago Bernabeu gegen Deportivo La Coruna mit 1:2 verloren.

Unterdessen äußerte sich Real-Mittelfeldspieler Ivan Helguera sehr lobend über den Bundesligisten. "Es ist eine sehr starke Mannschaft. Es gibt keinen Favoriten im Finale", meinte der kopfballstarke Kämpfer und warnt vor allem vor einem Bayer-Akteur: "Auf Michael Ballack müssen wir höllisch aufpassen. Er ist der beste Mann bei Leverkusen." Helguera muss sich indes darauf gefasst machen, dass in der kommenden Saison der Konkurrenzkampf im Mittelfeld bei Real noch zunimmt.

In England verdichten sich die Gerüchte, dass der französische Welt- und Europameister Patrick Vieira doch vom Doublegewinner FC Arsenal London zu Real wechselt. Knapp 50 Millionen Euro sind als Ablöse im Gespräch. "Ich werde nur gehen, wenn der Verein mich nicht mehr behalten möchte", sagte zwar der dunkelhäutige Mittelfeldakteur, doch angesichts der Offerte könnte es durchaus aus, dass die "Gunners" schwach werden. Auch für Vieira würde sich ein Transfer in die spanische Hauptstadt lohnen. Als Salär sind sechs Millionen Euro per annum im Gespräch, außerdem würde Vieira 3,5 Millionen Euro als Handgeld für die Vertragsunterschrift erhalten.

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