Champions-League-Qualifikation
Harte Nuss für Borussia Dortmund

Borussia Dortmund ist für seinen missratenen Saison-Kehraus doppelt bestraft worden und muss vor dem angestrebten Einzug in die Hauptrunde der Champions League eine hohe Hürde überspringen. Zwei Monate nach dem enttäuschenden 1:1 im letzten Punktspiel gegen Energie Cottbus, als der Fußball-Bundesligist den sicher geglaubten zweiten Tabellenplatz leichtfertig verspielt hatte, wurde ihm am Freitag in Nyon mit dem belgischen Meister FC Brügge einer der unangenehmsten Gegner der entscheidenden 3. Qualifikationsrunde zugelost.

HB/dpa DORTMUND. "Fußball ist kein Wunschkonzert. Uns war vorher klar, dass wir auf einen starken Gegner treffen. Wir müssen in einer Top-Verfassung sein", warnte Trainer Matthias Sammer.

Vor dem Hinspiel am 12./13. August in Brügge und dem Rückspiel am 26./27. August im Westfalenstadion räumte Mannschaftskapitän Christoph Metzelder der Borussia jedoch gute Chancen ein: "Bei Brügge spielen zwar einige belgische Nationspieler, dennoch müsste die Aufgabe lösbar sein. Es handelt sich nicht nur auf Grund der geographischen Nähe um einen attraktiven Gegner."

Anders als der BVB gehörte der FC Brügge zwar nicht zu den gesetzten Mannschaften, konnte sich jedoch genau wie Dortmund die ersten beiden Qualifikationsrunden ersparen. Der 12-malige belgische Meister ist der Borussia in schlechter Erinnerung: Mit einem 3:0- Polster aus dem Hinspiel reiste der BVB als Uefa-Cup-Achtelfinalist in der Saison 1987/88 nach Brügge, erlebte beim 0:5 im Rückspiel jedoch eine der schwärzesten Stunden seiner Europapokal-Geschichte. Diese alte Rechnung würde Präsident Gerd Niebaum liebend gern begleichen: "Dies soll uns nicht wieder passieren. Wir wollen diese Schmach tilgen. Leicht wird es aber nicht."

In der vergangenen Spielzeit stellte der BVB-Gegner seine Klasse erneut unter Beweis. Mit einem Vorsprung von acht Punkten vor dem RSC Anderlecht sicherte er sich die Meisterschaft. Zudem war ein Erfolg in der 1. Gruppenphase der Champions League zum Greifen nahe: Erst eine 0:2-Niederlage am letzten Spieltag der Gruppe H bei Lokomotive Moskau kostete den Einzug in die 2. Runde.

Nach dem unglücklichen Aus in der 2. Gruppenphase strebt der BVB eine längere Verweildauer in der Champions League an. Wie weit man es in der Champions League auch als Qualifikant bringen kann, stellte der AC Mailand noch in der vorigen Saison unter Beweis. Erst nach einem Sieg über den tschechischen Vertreter Slovan Liberec zog der spätere Finalist in die Hauptrunde ein. Gelingt der Borussia ein ähnliches Kunststück, lockt ein Endspiel mit Heimvorteil: Schließlich findet es am 26. Mai in der nur etwa 30 Kilometer von Dortmund entfernten Arena "AufSchalke" statt.

Die Auslosung in der Schweizer UEFA-Cup-Zentrale bescherte den Fußball-Fans noch weitere reizvolle Begegnungen. Mit Lazio Rom und Benfica Lissabon treffen zwei arrivierte Clubs aufeinander. Und auch für die deutschen Trainer Lothar Matthäus und Joachim Löw wird es nicht einfach, die Gruppenspiele zu erreichen: Matthäus muss sich mit dem serbischen Meister Partizan Belgrad im Falle eines Siegs über Djurgarden Stockholm gegen Newcastle United behaupten, Löw trifft mit Austria Wien auf Olympique Marseille.

Alle Paarungen der 3. Qualifikationsrunde in der Übersicht:
ZSKA Moskau/Vardar Skopje/ - Sparta Prag
MTK Budapest/HJK Helsinki - Celtic Glasgow/FBK Kaunas
Glasgow Rangers - FC Kopenhagen/Sliema Wanderers
Austria Wien - Olympique Marseille
FC Brügge - Borussia Dortmund
Sheriff Tiraspol/Schachtjor Donezk - Lokomotive Moskau
Lazio Rom - Benfica Lissabon
Dinamo Kiew - NK Maribor/Dinamo Zagreb
Rosenborg Trondheim/Bohemians Dublin - Deportivo La Coruna
Grasshoppers Zürich - AEK Athens
Maccabi Tel Aviv/MSK Zilina - FC Chelsea
Celta de Vigo - Slavia Prag/Leotar Trebinje
Partizan Belgrad/Djurgarden Stockholm - Newcastle United
Galatasaray Istanbul - ZSKA Sofia/Pyunik Erewan
RSC Anderlecht/Rapid - Wisla Krakau/Omonia Nikosia
Grazer AK/SK Tirana - Ajax Amsterdam

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