Chance für grundlegende Neugestaltung der Verpackungspolitik
DIHK beurteilt Dosenpfand-Urteil als "schwere Schlappe"

Als "schwere Schlappe" für die Bundesregierung wertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, die Einführung des Dosenpfands zum Jahresende zu stoppen.

vwd BERLIN. Der Versuch von Bundesumweltminister Jürgen Trittin, auf dem kleinen Dienstweg vollendete Tatsachen zu schaffen, sei in letzter Sekunde verhindert worden, schreibt der DIHK in einer Stellungnahme. Mit der Entscheidung werde die Chance für eine grundlegende Neugestaltung der Verpackungspolitik durch den Gesetzgeber eröffnet. Diese habe der DIHK schon seit langem vergeblich gefordert.

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) reagierte mit "großer" Genugtuung darauf, dass das Verwaltungsgericht Düsseldorf dem "Pfandspuk ein Ende gesetzt" habe. Mit der Entscheidung der Düsseldorfer Richter sei das von der Bundesregierung geplante Zwangspfand auf Einweggetränkeverpackungen endgültig vom Tisch. Es sei nicht vorstellbar, dass das Pflichtpfand in allen übrigen Bundesländern eingeführt werde, aber nicht in Nordrhein-Westfalen. Unterdessen zeigte sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin davon überzeugt, dass das Urteil nur Auswirkungen auf Nordrhein-Westfalen habe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%