„Chance für vernünftige Lösungen“
Chemie-Arbeitgeber sind optimistisch

Die Chemie-Arbeitgeber sehen in den anstehenden Tarifgesprächen für die 570 000 Beschäftigten der westdeutschen Chemieindustrie eine Chance für "vernünftige Lösungen".

dpa WIESBADEN/HANNOVER. "Die IG BCE hat sich mit ihrer Forderung von 5,5 Prozent mehr Einkommen deutlich unter den Forderungen anderer Gewerkschaften positioniert, was für mich ein Signal in Richtung der Vernunft darstellt", schrieb der Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), Rüdiger Erckel, in einem am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Brief. Die erste Verhandlungsrunde auf Bundesebene findet nach zwölf vorausgegangenen Regionalgesprächen am 9. April in Hannover statt.

Die Gespräche über das Gesamtpaket der Forderungen inklusive einer Modernisierung der Entgeltgruppen schätzte Erckel in dem Brief aber dennoch als "außerordentlich schwierig" ein. Er verwies auf die "prekäre" und unsichere Lage der Chemieindustrie. Ein neuer Beleg sei die Preissteigerung beim Erdöl. "Die Unternehmen sind dringend auf einen moderaten Tarifabschluss angewiesen. Die Tarifrunde 2002 wird zur Nagelprobe für die Kompromissfähigkeit beider Seiten."

Der für Tarifpolitik zuständige Vorstand der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Werner Bischoff, hatte vor kurzem angekündigt, die Gewerkschaft wolle "nicht mit der Brechstange vorgehen, sondern eher mit dem Seziermesser". In den Verhandlungen der 12 Tarifbezirke sei das Klima zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft "chemie-spezifisch gut und entspannt" gewesen.

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