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Chancen auf glückliches Ende im Fall Felix sinken

Vier Tage nach dem Verschwinden des achtjährigen Felix aus dem niedersächsischen Neu Ebersdorf gibt es kaum noch Hoffnungen, den Jungen lebend zu finden. „Die Chancen sind sehr, sehr gering“, sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski am Mittwoch.

dpa EBERSDORF. Vier Tage nach dem Verschwinden des achtjährigen Felix aus dem niedersächsischen Neu Ebersdorf gibt es kaum noch Hoffnungen, den Jungen lebend zu finden. "Die Chancen sind sehr, sehr gering", sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski am Mittwoch.

"Wir gehen jetzt in den Bereich des Verbrechens." Die Polizei richtete eine "Sonderkommission Felix" ein, die aus 27 Beamten besteht. Die Ermittler sind jetzt auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Bis zum Mittwoch hatte die Polizei mehr als 250 Hinweise erhalten.

Der Junge war am vergangenen Samstag nach dem Spielen nicht nach Hause gekommen. Er war zuletzt in Hipstedt gesehen worden, rund 3,5 Kilometer Luftlinie von seinem Heimatort entfernt. Suchaktionen der Polizei, an denen sich auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerkes mit Spürhunden beteiligten, blieben erfolglos. Die Polizei brach die Suche am Dienstagabend ab. Kaldinski sagte, die Suche werde fortgesetzt, wenn es Hinweise auf Regionen gebe, die die Polizei noch nicht überprüft hat, oder wenn beispielsweise sein Fahrrad gefunden wird.

"Wir sind jetzt darauf angewiesen, dass wir Hinweise aus der Bevölkerung bekommen", sagte Kaldinski. "Da muss jeder, der in diesem Bereich unterwegs war, in sich gehen und sich überlegen: Was habe ich gesehen? Was ist mir aufgefallen? War etwas anders als sonst?" Es gebe viele Spaziergänger in der Gegend. Auch Autofahrer könnten etwas gesehen haben. "Auch wenn jemand etwas gesehen hat, wo er eigentlich hätte handeln müssen, es aber nicht getan hat, soll er über seinen Schatten springen und sich melden." Zum Beispiel könnte jemand beobachtet haben, wie ein Erwachsener ein Kind angesprochen hat.

Zeitungen veröffentlichten am Mittwoch zum Teil ganzseitig ein Flugblatt der Polizei. Dieses sei dadurch hunderttausendfach verteilt worden, sagte der Sprecher.

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