Chancen für Internet-Provider
Die guten Seiten der Kirch-Pleite

Der Absturz des Kirch-Konzerns führt die Medienindustrie nach Meinung des IT-Beraters IDC keineswegs in eine Krise. Ganz im Gegenteil: Er soll nicht nur ein Monopol-Imperium verhindert haben, sondern auch zu einer neuen, positiven Wettbewerbssituation in Deutschland führen.

md DÜSSELDORF. Der Konkurs der Kirch-Gruppe wird sich nicht nachteilig auf die deutsche Medienlandschaft auswirken. Zu diesem Urteil kommt das Beratungsunternehmen IDC. "Wahrscheinlicher ist sogar, dass dieser Vorfall die Wettbewerbssituation in Deutschland stimuliert", sagt Ariane Afrough, Senior Research Analyst bei IDC.

So könne zum Beispiel die Pleite Kirchs auch dem Privatkundenmarkt zu Gute kommen. Voraussetzung: Die regionalen Regulierungsbehörden verteilteten Sendelinzenzen an neue Markteinsteiger.

Da der Kirch-Konzern auf Grund seiner finanziellen Schwierigkeiten nicht mehr in der Lage sei, alle Filmrechte zu erneuern, hätten nun vor allem Internet Service Provider (ISP) und Telekommunikationsunternehmen die Chance, einige der Rechte selbst zu erwerben, sagt Afrough. Das Interesse der Telekommunikationsindustrie in die Medienwelt einzusteigen, sei stark. Und Internet Service Provider könnten mit Hilfe schnellerer Internet-Geschwindigkeiten künftig Filme und Content anbieten.

Dieses Szenario beschleunigt nach IDC-Meinung den gesamten Entwicklungsprozess des Marktes. So werde die bereits vor einiger Zeit prognostizierte Verschmelzung zwischen Medien, Content, Telekommunikation und Internet realistisch. Und das wiederum habe eine weitere positive Auswirkung: "Durch die Konvergenz werden auch die Kabelnetzwerke attraktiver und Stichwörter wie Video-on-demand sind vielleicht keine Zukunftsmusik mehr", sagt die Analystin.

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