Chancen für Unternehmer
Ein Markt für Innovationen

Ungenutzte geschäftliche Chancen wahrzunehmen, brachliegende Technologien an den Markt zu bringen, Arbeitsplätze zu schaffen, anlagesuchendes Kapital zu mobilisieren und damit den Stillstand zu überwinden: Dazu will das neu gegründete Deutsche Innovationsforum einen Markt bieten.

HB HANNOVER. Vertreter maßgeblicher gesellschaftlicher Gruppen von Wirtschaft, Wissenschaft, Technologietransfer und Medien, Gewerkschaften, Finanzwelt und Vertrieb haben sich zusammengeschlossen und weisen einen Ausweg aus der Krise.

Deutschland ist Schlusslicht im Wachstum in Europa, die Arbeitslosenzahlen haben die Vier-Millionen-Grenze überschritten, die Arbeitsämter die Vermittlungszahlen getürkt, dem Kanzler wird eine neoliberale, dem Kandidaten eine sozialdemokratische Wirtschaftspolitik vorgeworfen. In dieser Kakophonie von Laiendarstellern erinnern einige Praktiker an eine von den Studienräten und Sozialarbeitern in den Parlamenten und Amtsstuben gern verdrängte Wahrheit: Wirtschaft, Technik und Arbeit sind immer noch die Grundlage der Gesellschaft und des Wohlstands.

Zwischen den Ideologien des Neoliberalismus und des Staatsinterventionismus - ob man sie für berechtigt hält oder nicht - liegt ein gewaltiges Potenzial, um Stillstand und Arbeitslosigkeit zu überwinden: die technologische Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, die hohe Qualität und Produktivität der Arbeit, die zahlreichen ungenutzten Innovationen in Wissenschaft und Industrie und das Anlagekapital, das nach dem Crash des Internet-Hype dringend in sinnvolle Geschäftskonzepte investieren will. Nur finden diese Wirtschaftsfaktoren allzu oft nicht zusammen.

Deshalb haben sich einige Praktiker im November in München zum Deutschen Innovationsforum zusammengeschlossen. Sie hatten es einfach satt, die vielen untauglichen Lösungsvorschläge der Politiker noch weiter über sich ergehen zu lassen. Akteure, die täglich damit beschäftigt sind, aus Innovationen Arbeitsplätze zu fabrizieren, bieten einen Marktplatz an, auf dem der Unternehmer, der seine Kapazitäten auslasten will, Produkte und Technologien findet, mit denen er das tun kann. Forschungs- und Technologietransferinstitute können Kontakt zur Wirtschaft herstellen, die ihre Forschungsergebnisse in die Produktion übernimmt. Und Betriebsräte, die die Arbeitsplätze ihrer Kollegen sichern wollen, können hier Konzepte entwickeln, um das meist reichlich vorhandene interne und externe Potenzial dafür einzusetzen. Operativer Kern ist eine internetbasierte Technologiedatenbank und ein Verwertungsnetzwerk des Technologietransfers, das die zahllosen zersplitterten Technologieangebote von öffentlichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen zusammenführt.

Im Sinne der Schumpeterschen Innovationsdynamik bietet das Deutsche Innovationsforum einen Marktplatz, auf dem der interessierte Unternehmer den Zugang zu den zahlreichen ungehobenen Schätzen der Forscher und Erfinder ebenso findet wie zu den finanzwirtschaftlichen Ressourcen, aber genauso zu den unmittelbar am Markt agierenden Vertriebsfachleuten, die wissen, wie man neue Produkte auf den Weg zum Verbraucher bringt.

Diese Faktoren zusammenzubringen und einen geschäftlichen Erfolg daraus zu machen, müsste jeden unternehmerisch denkenden Menschen in den Fingern jucken. Hier liegen die Zukunftschancen, hier liegt das Potenzial zur Überwindung des Stillstands, der mittlerweile weite Bereiche unseres Landes erfasst hat. Erfolgreiche Unternehmen haben gelernt, dass nachhaltiger Markterfolg technologische Durchbrüche und deren konsequente Vermarktung erfordert; dann aber sind ein signifikant steigender Umsatz und Gewinn gewährleistet.

Das Deutsche Innovationsforum informiert auf der Hannover Messe in Halle 18 am 18.04.02 um 10.30 Uhr auf dem Forum "Tech-Trans" über seine Aufgaben und Ziele.

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