Chancen und Risiken
Andersen Consulting: Lizenz allein macht nicht zum Sieger

ap FRANKFURT/M. Wer bei der UMTS-Versteigerung am Montag eine Lizenz für die dritte Mobilfunkgeneration erringt, für den ist nach Ansicht von Unternehmensberatern der Erfolg noch nicht automatisch da. Andersen Consulting (AC) erklärten in Frankfurt am Main, das Spiel werde erst nach der Auktion entschieden. Thomas Herbst von AC sagte: "Vieles hängt natürlich vom Lizenzpreis ab. Doch letztlich wird die Qualität der Dienste-Einführung, der Kundenbindung und der Neuausrichtung der Netzbetreiber über die wahren Gewinner und Verlierer der UMTS-Auktion entscheiden."

Man gehe davon aus, dass sich die Investition in eine Mobilfunklizenz der dritten Generation für manche Unternehmen "im besten Fall nach zehn Jahren amortisiert, für manche nie". Ein Erfolgsfaktor sei nach Ansicht von Branchenkennern zum Beispiel die Schnelligkeit, mit der die neuen Netze auf- und ausgebaut würden, unterstrichen die Berater von AC. Dabei zwinge der Gesetzgeber die Lizenznehmer zum Handeln: Die Bestimmungen sähen vor, dass bis 2005 insgesamt 50 % der Bevölkerung über das UMTS-Netz erreichbar sein müssten.

Absehbar sei ein Engpass bei der Hardware. Dabei würde die Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit der Endgeräte den Erfolg des UMTS-Gesamtprojektes maßgeblich beeinflussen. Das bedeute für die Unternehmen, die bei der Lizenzvergabe nicht zum Zug kämen, dass sie deshalb noch lange nicht abgeschrieben seien. GSM, der heutige Standard beim Mobiltelefonieren, "bleibt ein lukratives Geschäft, ein Ende der Sprachtelefonie ist nicht in Sicht", meinten die Unternehmensberater.



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