Chancen und Risiken
Chartanalyse: Aktienmärkte im Spannungsverhältnis

Europas Aktienindizes konsolidierten in der letzten Handelswoche und bildeten neue Schiebezonen aus. Diese Entwicklung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das Resultat der aktuellen psychologischen Konfliktsituation, innerhalb der sich die meisten Marktteilnehmer derzeit befinden.

dpa-afx FRANKFURT. Auf der einen Seite wiegt die Sorge schwer, in einen Markt zu investieren, der noch immer durch außergewöhnliche politischen Entwicklungen belastet wird und im Grunde sehr deutlich rückschlagsgefährdet erscheint. Auf der anderen Seite stehen performanceabhängige Anleger wieder stark korrigierten Vergleichsindizes gegenüber, was unter Umständen zu Aktionismus zwingt. Somit lässt sich die bisher verhaltene Reaktionsbereitschaft der Märkte erklären, die im Grunde aus charttechnischer Sicht reif für Reaktionen auf ihre jüngsten Korrekturanstiege sind.

Hierfür spricht zum einen ein rückläufiges Bewegungsmomentum innerhalb der jüngsten Korrekturanstiege und die Tatsache, dass diese Korrekturen bereits das errechnete maximale Reaktionspotenzial ausgeschöpft haben, was sich aus der vorangegangenen, vorerst letzten Impulsphase der übergeordneten Abwärtstendenz der Indizes herleiten lässt. Somit hängen die Märkte derzeit in einem Spannungsverhältnis zwischen getriebenen Käufen auf Grund des Performancedrucks und den Belastungen durch die politischen und daraus resultierenden wirtschaftlichen Belastungen.

Weiteres Abwärtspotenzial

Auf den Dax bezogen, können wir derzeit einen Schiebebereich definieren, innerhalb dessen der deutsche Aktienindex in den letzten Tagen seitwärts konsolidierte. Als bisher gültige Begrenzungen konnten die Niveaus um 4.496 (untere Begrenzung) und 4.642 (obere Begrenzung) definiert werden. Diese Bereichsbegrenzungen sind als Signallinien zu verstehen, deren Verletzung auf Schlusskursbasis erfolgen sollte, um einen kurzfristigen, aber weiterführenden Bewegungsimpuls unterstellen zu können.

Zwischen den genannten Marken, schätzen wir den Dax als neutral ein. Bricht der Bereich um 4.492 per Schlusskurs weg, eröffnet sich weiters Abwärtspotenzial bis in den Bereich um 4.320 beziehungsweise 4.230. Auf der anderen Seite sollte es dem Dax gelingen, die 4.742 nach oben hin zu überwinden, sind die nächst höheren Zielmarken die Bereiche um 4.819 und dann 5.100.

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