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Chart-Kolumne: Die Ölpreisentwicklung hält die Aktienmärkte unter DruckDPA-Datum: 2004-07-11 10:07:12

Wichtigste technische Entwicklungen vom letzten Donnerstag im Überblick:

Wichtigste technische Entwicklungen vom letzten Donnerstag im Überblick:

(ÖL-Preis)

- die technisch auffälligste Kursbewegung mit den wohl stärksten Implikationen auf die Entwicklung der Aktien-Seite ist der fortgesetzte Anstieg des Öl-Preises; beide beurteilten Sorten, das Brent Crude Oil, als auch das WTI Cushing Spot, legten in den letzten Handelstagen deutlich zu und überstiegen das 38 Dollar Niveau (Brent) bzw. die 40 Dollar im WTI;

- der laufende Aufwärtsimpuls ist überaus dynamisch und somit auffallend stabil; Widerstände lassen sich nach Überwindung der oberen Bereichsbegrenzungen der Juni-Konsolidierungszonen nicht mehr herleiten, hier wären als nächst höher liegende Kursziele die Jahreshochs zu nennen;

- obwohl markttechnisch auf Tagesbasis überhitzt, liegen uns aktuell noch keine Verwertbaren Verkaufssignale vor, die ein unmittelbar bevorstehendes Ende des Aufwärtsimpulses vorwegnehmen könnten; in der Konsequenz müssen wir mit Verweis auf die aktuelle Marktverfassung eine tendenzielle Fortsetzung des Preisanstieges unterstellen - ein Sachverhalt, der sich durchaus weiter belastend auf die Aktien-Seite auswirken sollte.

(Aktien-Indizes)

- in den US-Aktien-Indizes schlug diese Belastung und kritisch interpretierte Wirtschafts- und Unternehmensdaten in den letzten Handelsstunden vom Donnerstag durch; nach einem freundlichen Handelsstart, drehten die US-Indizes nach unten hin ab und markierten neue Bewegungstiefs innerhalb ihrer laufenden Abwärtstrends;

- sowohl in den Standard-, als auch Wachstumswerte-Indizes liegen uns intakte Abwärtstrends vor, chart- wie markttechnisch bestätigt und vollzogen mit einer auffallend hohen Bewegungsdynamik, die bisher keine nennenswerte Reaktion in den laufenden Bewegungsphasen zuließ;

- in den europäischen Aktien-Indizes liegen uns per Schlusskurs vom Donnerstag positiv zu interpretierende Tagesmuster vor, die für sich genommen durchaus eine positive Fortsetzung des Erholungsprozesses hätten erwarten lassen; doch bereits in den Futures Fdax und Fesx, zeigte sich in der Zeit von 17:30 Uhr und 20:00 Uhr ein Fehlen der Anschlussorders und eine zunehmende Dominanz der Abgeberseite; hervorheben wollen wir an dieser Stelle den Fdax, der in den letzten fünf Minuten am Donnerstagabend deutlich abgab und mit einem ausgebildeten Doji in den Feierabend ging; daraus ziehen wir den Schluss, dass die Abwärtstendenz noch nicht beendet ist;

- an den asiatischen Aktienmärkten beurteilen wir die Entwicklungen von Nikkei 225 (Japan) und Hang Seng Index (Hongkong); hier fällt der unverändert intakte Abwärtstrend im Nikkei 225 auf, dem ein recht stabiler, seitwärts ausgerichteter Trendverlauf im HSI gegenübersteht; unter Gesichtspunkten der Relativen Stärke, weist der HSI derzeit die höchste Stabilität innerhalb der von uns beurteilten Börsenbarometer auf;

- dennoch, in der Konsequenz müssen wir weiterhin davon ausgehen, dass der abwärts ausgerichtete Bewegungsimpuls vorerst unverändert der dominante Bewegungsimpuls bleiben wird, jede Aufwärtsbewegung als Reaktion zu werten ist und vorerst keine Indikationen vorliegen, die eine baldige, nachhaltige Kurserholung erwarten lassen.

(Bund-Future)

- derzeit noch immer ganz anders ist die Entwicklung des Kursverlaufes des Bund-Futures (September-Kontrakt); mit einem neuen Bewegungshoch bei 114.04 erreichte der Future-Kontrakt im Handelsverlauf vom Donnerstag sein seit einigen Tagen avisiertes Kursziel;

- markttechnisch und charttechnisch bleibt der laufende Aufwärtsimpuls unverändert gültig und bestätigt;

- oberhalb der 114 lassen sich aus dem bisherigen Kursverlauf heraus noch folgende potentielle Widerstände zur Orientierung herleiten: 114.14 und 114.56;

- sollten Long-Bestände vorhanden sein, empfiehlt es sich weiterhin, engmaschige Stop-Kurs-Absicherungen durchzuführen. ^ DAX

Widerstände: 4099 (u), 4156 / 4175 (u); Unterstützungen: 3916 (O), 3856 (u), 3808 (u);°

Aktuelle Korrekturpotentiale, bezogen auf den jüngsten Abwärtsimpuls im DAX Index: ^ 3963 / 3973 Minimumkorrektur 3998 Normalkorrektur 4022 / 4032 Maximumkorrektur°

Im deutschen Aktien-Index liegt uns zum Wochenende hin ein differenziertes Bild vor. Vom Trendverlauf her, weisen uns DAX-Index und Fdax intakte Abwärtstrends aus, welche markt- wie charttechnisch bestätigt werden und bisher eine auffallend hohe Bewegungsdynamik und Trendstabilität aufweisen. Interessant ist lediglich, dass innerhalb dieses Umfeldes im Kursverlauf des letzten Donnerstags die Nachfrageseite im Tagesverlauf allmählich die Oberhand gewann und erst der einsetzende Druck in den US-Indizes jedem Erholungsversuch im DAX wieder den Boden entzog. Im Ergebnis dieses sich verändernden Umfeldes, liegt uns noch im DAX-Index ein so genannter "weißer Hammer" als Tagesmuster vor, im Fdax verschlechterte sich der Tages-Candle zum Handelsende hin zu einem neutral zu bewertenden Doji.

In der Konsequenz müssen wir aktuell folgende Kernaussagen treffen:

- noch dominiert der laufende Abwärtsimpuls, der seit gut sechs Handelstagen anhält und in dieser Zeit keine wirklich nennenswerte Reaktion zuließ;

- mit 3894 im Index und 3910 im Fdax, liegen uns zum einen neue Bewegungstiefs im Impulsverlauf vor, zum anderen stehen mit der jüngsten Entwicklung auch die aktuell erreichten Chartmarken zur Disposition; konkret achten wir im DAX Index auf das Kursniveau um 3916, welches zwar unterschritten, per Schlusskurs jedoch wieder zurückerobert werden konnte; sollte dieses Niveau tatsächlich fallen (und diesen Sachverhalt halten wir grundsätzlich für das wahrscheinlichere Szenario), eröffnet sich auf der Unterseite ein weiterführendes analytisches Abwärtspotential in Richtung 3856;

- im Fdax wurde das Kursniveau um 3942 / 3935 knapp unterschritten, jener Bereich, den wir als untere Begrenzung der jüngst ausgebildeten Konsolidierungszone definiert hatten; wird dieser Bruch der Unterstützung bestätigt, eröffnet sich weiterführendes Abwärtspotential in Richtung 3882.5;

- sehen wir uns die bisherigen Reaktionen innerhalb des laufenden Abwärtsimpulses an, müssen wir festhalten, dass deren Ausmaß überaus mager war und somit die statistische Wahrscheinlichkeit unverändert hoch ist, dass sich der laufende Abwärtstrend fortsetzen wird.

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