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Chart-Kolumne: Kräftige Kurserholung nahe wichtiger Unterstützungsniveaus

Wichtigste Technische Entwicklungen VOM Letzten Donnerstag IM Überblick:

Wichtigste Technische Entwicklungen VOM Letzten Donnerstag IM Überblick:

(Aktien-Indizes)

- Kaum zeigt die US-Börse in den letzten Tagen eine leichte Entspannung und verhagelt den Europäern nicht wieder ein / zwei Stunden nach der Eröffnung die Schlussstunden des Handelstages, werden die Käufer in DAX und Co. von der Leine gelassen. Kräftige Kursanstiege in nahezu ganz Europa prägten das Bild von Dienstag an und passen damit in das Szenario, welches von einem verbleibenden Bestand der noch immer gültigen, übergeordneten Konsolidierungszonen ausgeht.

- Sehen wir uns die Wochencharts der einzelnen Aktien-Indizes in Europa, aber auch in den USA an, liegen uns noch immer intakte, unterschiedlich exakt ausgebildete Konsolidierungszonen vor, deren untere Bereichsbegrenzungen noch zu Wochenbeginn in greifbare Nähe gerückt waren. In beiden US-Wachstumswerte-Indizes (Nasdaq Comp. und Nasdaq 100) wurden diese unteren Begrenzungen in ihrer bisherigen Definition sogar unterschritten, bevor sich (ein eher mühevoll verlaufender) Erholungsimpuls durchsetzte.

- Grundsätzlich gilt: noch immer unterstellen wir eine technische Reaktion und noch keinen nachhaltigen Richtungswechsel. Dennoch, die Chancen auf eine nachhaltige Stabilisierung und einem daraus resultierenden Aufwärtstrend in Richtung der oberen Bereichsgrenze der jeweiligen Konsolidierungszone, sind auch am Donnerstag wieder gestiegen. Im CAC 40 (Frankreich) und im Ftse 100 (Grossbritannien) wurde das errechnete minimale Reaktionspotential, bezogen auf das gesamte Ausmaß des bisherigen, abwärts ausgerichteten Trendverlaufes, voll ausgeschöpft, sogar leicht überwunden. Euroostoxx 50 und DAX schoben sich per Donnerstag ebenfalls an die Grenzen ihres minimalen Reaktionspotentials. Damit sinkt zumindest die statistische Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Wideraufnahme des Abwärtsimpulses mit neuem Bewegungstief im laufenden Bewegungsfraktal.

- Als Fazit können wir damit festhalten: die aktuell laufende Kurskorrektur auf der Aktienseite verläuft schneller und kräftiger, als ihr (einziger) Vorgänger in der Vorwoche. Damit wird zumindest deutlich, dass das unmittelbare Risiko auf der Unterseite zwar noch immer besteht, grundsätzlich jedoch deutlich kleiner geworden ist (was sich über das bisherige Korrekturausmaß widerspiegelt). Das aus unserer Sicht heraus wahrscheinlichste strategisch relevante Szenario ist eine Kursstabilisierung auf breiter Front und eine mittelfristig gesehene Fortsetzung des laufenden Aufwärtsimpulses. Sofort umdenken müssen wir (und das ist unsere Reissleine für dieses Szenario), wenn in den Indizes das laufende Bewegungstief wieder unterschritten wird. Hier müssen (!!) die Stop-Kurse liegen. In der Konsequenz wiesen wir in den letzten zwei Tagen immer wieder darauf hin, dass wir es durchaus für sinnvoll halten, schrittweise kleine, hochspekulative Long-Positionen aufzubauen.

(Umfeld)

Das Umfeld bleibt nach derzeitiger Lesart technisch kritisch. Der Anleger reagiert noch immer nervös bei steigenden Ölpreisen, diese Tendenz setzt sich aktuell jedoch noch immer fort. Per Donnerstag sahen wir in der Öl-Preis-Entwicklung zwar keine neuen Bewegungshochs, doch der Trend ist im Sinne der Definition ungebrochen intakt und es liegen uns derzeit auch keine klaren Indikationen vor, die einen unmittelbar bevorstehenden, nachhaltigen Richtungswechsel erwarten lassen.

Auf der Währungsseite verlangsamt sich der Dollaranstieg etwas, die Schwungkraft geht schrittweise zurück. Dennoch wurde dort per Donnerstag ein neues Bewegungshoch markiert. Auch hier ist aktuell der laufende Aufwärtstrend des Dollar gegenüber dem Euroo und dem japanischen YEN unverändert intakt. ^ DAX

Widerstände: 3899 (u), 4099 (u), 4156 / 4175 (u); Unterstützungen: 3749 (O), 3710 / 3692 (u);

Aktuelle Korrekturpotentiale, bezogen auf den jüngsten Abwärtsimpuls im DAX Index:

3867 / 3884 Minimumkorrektur 3926 Normalkorrektur 3968 / 3985 Maximumkorrektur°

Fassen wir zum Wochenstart hin zunächst die aktuelle charttechnische Ausgangslage zusammen: der deutsche Aktien-Index DAX entfaltete in den ersten zwei Dritteln des Monats Juli einen hochdynamischen Abwärtstrend, der sich nahezu reaktionsfrei von der oberen Bereichsbegrenzung einer übergeordnet gültigen Konsolidierungszone in Richtung der unteren Begrenzung schob. In den letzten Tagen setzte eine zunehmende Nachfrage nahe der unteren Bereichsgrenze ein und stabilisierte zum Einen den Kursverlauf und zwang zum Zweiten den DAX in eine technische Reaktion. Sehen wir uns die errechneten Korrektpotentiale, bezogen auf das gesamte Ausmaß des vorangegangenen sekundären Abwärtstrends an, wurde am letzten Donnerstag im DAX das errechnete minimale Reaktionspotential komplett ausgeschöpft. Streng genommen sinkt bereits jetzt die statistisch ermittelte Wahrscheinlichkeit einer unmittelbar bevorstehenden Wiederaufnahme des Abschwungs mit neuen Bewegungstiefs auf ein Niveau um etwa 50 Prozent (zum Vergleich, noch bis Donnerstag früh mussten wir eine statistische Wahrscheinlichkeit von etwa 67 Prozent unterstellen).

Interessant ist weiterhin der Sachverhalt, dass der jüngste Abwärtsimpuls, der sich nach der vorangegangenen Minimumkorrektur herausgebildet hatte, per Donnerstag komplett aufgeholt und damit neutralisiert wurde. In der Konsequenz können wir festhalten: im kurzfristigen Zeitfenster, auf Basis des letzten Abwärtsimpulses, ist praktisch ein kompletter Impulswechsel vollzogen, auf Basis des kompletten Abwärtstrends ist das errechnete minimale Reaktionspotential ausgeschöpft und sogar leicht überwunden. Damit mehren sich die Indizien für eine zunehmende Kursstabilität und einem deutlich sinkenden Risiko auf der Unterseite.

Hinzu kommt eine markttechnische Verbesserung des DAX-Kursverlaufes. Über die Trendfolger stehen wir unmittelbar vor dem Wechsel in ein long-set-up, die Dynamik des vorangegangenen Abwärtstrends ist wieder rückläufig, die Schwungkraft nimmt auf der Oberseite zu.

Dennoch: das kritische interpretierte Umfeld, siehe Öl-Preisentwicklung, steigender Dollar (noch vor Jahren war ein steigender Dollar positiv) und steigende Renten, bleibt uns erhalten. Aktuell vollzieht sich demnach eine Impulswende trotz teils negativer Rahmenbedingungen.

Mittelfristig erwarten wir steigende Kurse in Richtung der oberen Bereichsgrenze ab 4100. ^ Euroostoxx 50

Widerstände: 2741 (u), 2787 (u), 2847, 2905 / 2919 (O); Unterstützungen: 2638 / 2630 (u);

Aktuelle Korrekturpotentiale, bezogen auf den jüngsten Abwärtsimpuls im Euroostoxx 50 Index:

2705 / 2715 Minimumkorrektur 2740 Normalkorrektur 2764 / 2774 Maximumkorrektur°

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich der Euroostoxx 50 fast liniengleich mit dem DAX, so dass oben beschriebene Grundaussagen auf Europas Leitindex übertragen werden können.

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