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Chart-Kolumne: Ölpreis-Entspannung verhilft Aktienindizes zum Aufwärtsimpuls

Hamburg - Wichtigste technische Entwicklungen vom letzten Donnerstag im Überblick:

Hamburg - Wichtigste technische Entwicklungen vom letzten Donnerstag im Überblick:

Ölpreis

Am Donnerstag rutschte der Preis für das Nordsee-Öl Brent Crude Oil im Tagestief auf 40.42 $, konnte sich seit Beginn des Abwärtsimpulses vom letzten Freitag jedoch erstmals zum Handelsende hin von seinem Tagestief wieder leicht erholen. Obwohl wir aus technischer Sicht unverändert einen jungen, intakten tertiären Abwärtstrend unterstellen können und auch weiterhin davon ausgehen, dass eine weitere Kursabschwächung in Richtung 39.50 $ durchaus realistisch sein sollte, fällt die aktuell überverkaufte Gesamtverfassung der Preisentwicklung auf. In der Konsequenz verweisen wir auf ein gesteigertes Reaktionsrisiko, ohne den jungen Trend in seinem Gesamtbestand gefährdet zu sehen.

Der fallende Öl-Preis trug mit hoher Wahrscheinlichkeit auch am Donnerstag wieder für die im Großen und Ganzen zufrieden stellende Aktien-Index-Entwicklung an den international wichtigsten Börsen bei. Ist eine direkte Korrelation zwischen Öl-Preis-Entwicklung und der Aktienseite nicht eindeutig beweisbar, so ist der belastende bzw. entlastende Einfluss auf das Verhalten der Marktteilnehmer in einigen Marktphasen durchaus auffallend. Für die meisten der von uns beurteilten Börsenbarometer gilt jedenfalls, dass wir auch am Donnerstag wieder zum Teil neue Bewegungshochs innerhalb der laufenden Aufwärts-Impulse sahen. Hierbei holten Europas Aktien-Indizes in erster Linie die Kursanstiege der US-Märkte vom Mittwoch nach. Doch über die Ausbildung der Futurespreise (siehe hierzu zum Beispiel die Preisentwicklung im Fdax), fiel auf, dass die Schwungkraft im Vergleich zu den letzten, vorangegangenen Tagen wieder deutlich nachlässt. In den US-Börsen kam es schon nicht mehr zu neuen Bewegungshochs (mit Ausnahme des S & P 500 Index - hier lag das neue Hoch jedoch nur in der "Nachkommastelle") und zur Ausbildung klassischer Doji- / Kreisel-Kursmuster.

Fazit

Für die Aktien-Seite: Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir in den nächsten Tagen durchaus noch steigende Kurse sehen werden, zumindest ließe sich mit den aktuellen, chart- wie markttechnischen Kriterien keine andere Schlussfolgerung ziehen. Kurzfristig erwarten wir jedoch eine gesteigerte Reaktionsanfälligkeit der Tertiärtrends. Hauptargument hier: die wieder rückläufige Schwungkraft. Doch ähnlich wie für die Entwicklung des Öl-Preises argumentiert, gehen wir aktuell nicht davon aus, dass wir im Falle einer Reaktion / Korrektur eine ernsthafte Gefährdung des Trendverlaufes erwarten müssen. Grundsätzlich unterstellen wir auch weiterhin auf der Unterseite weitestgehend abgesicherte Märkte.

Bund-Future

Auf der Rentenseite setzt sich die Konsolidierung fort. Gingen wir noch zu Wochenbeginn davon aus, dass sich der Bund-Future auf der Unterseite von der jüngsten Schiebezone verabschiedet, so erwies sich der Ausbruchversuch als so genannter false break und führte lediglich zur Anpassung der Begrenzungen. In der Konsequenz bleiben wir bei unseren jüngsten Aussagen:

- die Konsolidierungszone grenzt sich auch weiterhin in den Bereichen um 115.27 / 115.13 auf der Unterseite und 115.96 auf der Oberseite ab;

- innerhalb dieser Begrenzungen bewegt sich der Bund-Future in einer Handelsspanne (kein Positionsmarkt);

- interessante "Aktivitätsbereiche" sind die Kursniveaus nahe der Bereichsgrenzen, wobei sich auf Grund der Tatsache, dass enge Stop-Kurse knapp außerhalb der Bereichsgrenzen gesetzt werden können, gute Chance / Risiko Verhältnisse ergeben;

- für wichtig halten wir jedoch die Tatsache, dass einer Positionseröffnung innerhalb der Schiebezone ein Kursmuster vorangehen sollte, welches eine erfolgreiche Positionierung "zurück" in die Trading-Zone erwarten lässt. Wir halten Sie hierzu auf dem Laufenden.

Euro / Dollar

- Die Konsolidierung innerhalb einer breit gefassten Konsolidierungszone setzt sich fort;

- als Begrenzungen gelten im weiteren Sinne unverändert die Bereiche um 1.2435 / 1.2460 $ auf der Oberseite und 1.1967 / 1.1955 $ auf der Unterseite;

- die sich möglicherweise ausbildenden Begrenzungen im engeren Sinne innerhalb der breit gefassten Konsolidierungszone lassen sich in den Bereichen um 1.2385 $ auf der Oberseite und 1.2043 $ auf der Unterseite definieren. ^ DAX

Widerstände: 3899 / 3911 (ü), 4099 (u), 4156 / 4175 (u); Unterstützungen: 3758 / 3749 (O), 3618 (u), 3576 (O), 3423 (O), 3202 (O);

Aktuelle Korrekturpotentiale, bezogen auf den jüngsten Aufwärtsimpuls im DAX Index:

3764 / 3753 Minimumkorrektur 3728 Normalkorrektur 3702 / 3691 Maximumkorrektur°

Der DAX markierte am Donnerstag mit 3839 Indexpunkten ein neues Bewegungshoch innerhalb seines laufenden Aufwärtsimpulses seit Mitte August. Eingebettet in das Gesamtbild des Kursverlaufes ändert sich nichts zu den vorangegangenen Aussagen. Unverändert ist die nächst höhere Widerstandsebene der Bereich um 3900, Unterstützung erwarten wir um 3750. Markttechnisch wird der laufende Sekundärtrend bestätigt. Uns liegt ein long-set-up vor (ausgewiesen über trendfolgend ausgerichtete Indikatoren in Kombination zueinander in verschiedenen Zeitfenstern).

Mit Verweis auf die gestiegene Reaktionsanfälligkeit des Ölpreises, sowie der rückläufigen Schwungkraft (vornehmlich in den US-Aktien-Indizes), erwarten wir jedoch auch hier ein erhöhtes Risiko im Bezug auf eine Korrektur. Somit gilt:

- sollte es zu einer Reaktion / Korrektur auf der Unterseite kommen, wäre dies zum aktuellen Zeitpunkt durchaus "normal" und sollte zumindest bisher nicht als wirkliches "Problem" angesehen werden;

- solange sich das Ausmaß der erwarteten Korrektur oberhalb des errechneten Kursniveaus der Minimumkorrektur hält (siehe Korrekturpotentiale in der "Kopfzeile" zum DAX-Kommentar), solange halten wir an dieser "positiven" Aussage fest. Statistisch gesehen, hat der DAX dann noch immer eine 67 prozentige Wahrscheinlichkeit dafür, nach Abschluss der Reaktion ein neues Bewegungshoch im Tertiärtrend zu markieren.

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