Chartanalyse
Dax zu Schlussverkaufspreisen

In der vergangenen Woche hatte es charttechnisch zeitweise ganz gut ausgesehen. Doch am Freitag wurden kurzfristige, technische Hoffnungen wieder zunichte gemacht. Der Dax musste seinen Ausbruchsversuch abbrechen und rutschte zum Wochenbeginn weiter Richtung September-Tief. Was die Charts verraten...

mm DÜSSELDORF. Große Aktien-Indizes wie Dow Jones, S&P-500 und EuroStoxx 50 geben die Richtung vor. Sie sind allesamt unter ihre nach den Terroranschlägen erreichten Tiefstände gefallen. Teilweise notieren die Standardwerte-Barometer auf dem Niveau aus dem Jahre 1997. Wird der Dax folgen?

Es sieht ganz so aus. Von den Bewertungen her müsste es schon längst wieder aufwärts gehen. Doch der Markt will offenbar weiter abwärts. Zu verunsichert sind die Börsianer, dass weitere Enrons oder Worldcoms folgen. Am Montag crasht der Dax zeitweise mehr als sechs Prozent in die Tiefe. Der Ausverkauf ist im Gange.

Schon seit April macht der Deutsche Aktienindex Dax den Anlegern keine Freude. Die damalige Marke von 5400 Punkten erscheint von gegenwärtigem Standpunkt aus wie ein Traum. Fast 50 Prozent müsste der Dax zulegen, um das Frühjahrsniveau wieder zu erreichen.

Vorher will der Dax offenbar auch seine September-Tiefen unter 3600 Punkten (im Tagesverlauf) testen. Dazu fehlen nur noch gut 100 Punkte. Das Chart-Bild würde dann einen sogenannten Doppel-Boden bilden, von dem es ähnlich schnell aufwärts gehen könnte wie damals zwischen Ende September und Ende Oktober.
Gegen diese These spricht allerdings, dass der Dax mittlerweile seinen langfristigen, seit fast 20 Jahren gültigen Aufwärtstrend angekratzt hat. Eine Gegenbewegung sollte möglichst bald beginnen, sonst muss Schlimmes befürchtet werden.

Bis Ende Juli dauert noch die Saison der Quartalsberichte, aus den noch fundamentaler Sprengstoff sickern könnte. Dann müsste mitten in der Ferien-Saison ein kleines Kauf-Feuerwerk einsetzen. Schwer - aber nicht unmöglich. Denn die Bewertung der Aktien ist derzeit so niedrig wie selten. Das wissen auch die Profi-Händler. Und für Privatanleger mit längerfristigem Anlage-Horizont sollte bereits jetzt gelten: Auf diesem Niveau kaufen! Auch wenn die Kurse zwischenzeitlich noch etwas tiefer fallen. Den günstigsten Einstiegszeitpunkt erwischt man sowieso nicht.

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