Chartanalyse: Der Primärtrend weist immer noch nach unten
Die T-Aktie hat nur wenig Luft nach oben

Die Talfahrt der T-Aktie dürfte erst einmal vorbei sein. Kurzfristig sind die Aussichten positiv. Das Kursziel liegt bei gut 20 Euro. Doch mittelfristig weist der Trend nach unten.

LONDON. Bedient man sich der Elliott-Wellen-Theorie, so lässt sich die Aufwärtsbewegung bei der Deutschen Telekom seit Februar in vier Wellen unterteilen. In der ersten Welle stieg der Kurs um gut eineinhalb Euro, bevor er in einer zweiten Welle bis auf 15 Euro wieder absackte. Daraufhin folgte eine lange dritte Welle, die die Aktie bis auf 17,78 Euro steigen ließ. Das war ein Kurszuwachs von 18,5 % in zwei Wochen. Anfang März versuchte die Aktie drei Tage lang über das Niveau von 17,78 Euro zu steigen, jedoch ohne Erfolg. Die vierte Welle ist deutlich in drei untergeordnete Wellen - A, B und C - unterteilt.

Laut der Wellen-Theorie verlaufen Trends in fünf Wellen. Im Laufe der kommenden Tage ist daher mit einem weiteren Kurszuwachs von ein bis zwei Euro zu rechnen. Dies wäre die fünfte und noch fehlende Welle. In dieser Bewegung sollten Kurse über das bisherige kurzfristige Hoch von 17,78 Euro erzielt werden. Ab dem Bereich von 19 Euro dürfte die Aufwärtsbewegung jedoch ins Stocken geraten. Widerstände gibt es mehrere: zum einen durch die 200-Tage-Linie, zum anderen durch die Ende November erzielten Tiefstwerte und schließlich durch die Mitte Januar erreichten Höchstwerte. Dazu kommt noch, dass häufig die fünfte Welle mit der ersten Welle in einer mathematischen Relation steht. Danach ergibt sich für die fünfte Welle ein Kursziel von 18,71 Euro.

Telekom

- 6- Monatsverlauf

Auf dem weiteren Weg nach oben liegen Widerstände im Bereich von 20 und 21 Euro. Bestenfalls ist mit einem Aufschwung bis 24 Euro im Laufe dieses Jahres zu rechnen. Hier liegen mit den Tiefstwerten von Februar, März und Juni 2001 extreme Widerstände.

Insgesamt ist in den nächsten Tagen mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. Wenn allerdings die fünfte Welle beendet ist, sollte in den kommenden Wochen eine Korrektur in drei Wellen den Aktienkurs bis auf 16 Euro drücken. Längerfristig drohen sogar neue Tiefstwerte - also Kurse unter dem bisherigen Tiefststand von 13,13 Euro im September 2001. Denn der Primärtrend weist nach wie vor nach unten.

Axel Rudolph ist bei Dow Jones Newswires technischer Chefanalyst für Europa und Vorstandsmitglied des englischen Verbandes Technischer Analysten.

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