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Charterraten für Tanker sind volatil

Seit die International Maritime Organization (IMO) das Ende der Einhüllentanker bis Ende 2015 verkündet hat, bieten die Initiatoren von Schiffsfonds immer öfter Öl- und so genannte Produkten-Tanker zum Transport anderer Flüssigkeiten an. Profitieren sollen die Anleger bei diesen Angeboten künftig davon, dass Tankertonnage knapp werden könnte.

rrl DÜSSELDORF. Die IMO-Bestimmungen sehen eine schrittweise Herabsetzung des Maximalalters von Tankern vor. Daraus leiten die Schifffahrtsanalysten von Clarksons ab, dass bis Ende 2007 rund 45 Prozent aller aktuell fahrenden Rohöltanker ersetzt werden müssten. Ohnehin verschärfte die EU nach dem Unfall des Tankers "Prestige" vor der spanischen Küste die Sicherheitsbestimmungen für Tanker in ihren Hoheitsgewässern.

Doch die Beteiligung an Tankschiffen ist riskanter als an Containerfrachtern. "Die Charterraten machen innerhalb kurzer Zeit Riesensprünge", warnt der Hamburger Schifffahrtsexperte Jürgen Dobert. Und die schlagen sofort voll auf den Schiffseigner durch. Denn üblicherweise wird Tankertonnage auf dem Spotmarkt angeboten. Das heißt: Es gibt keine langfristigen Charterverträge, sondern es wird für eine Reise, die Fahrt von einem zum anderen Hafen, gemietet und bezahlt. Womit Tankschiffeigner rechnen müssen, zeigen Angaben des Fondsanbieter König & Cie: Die Tagesraten für Tanker der Suezmax-Klasse kletterten von rund 7 700 Dollar Mitte 1999 auf 68 800 Dollar Anfang 2001. Ein halbes Jahr später lagen sie wieder unter 20 000 Dollar.

Für Privatanleger sind solche Ausschläge nicht zumutbar. Deswegen werden Anleger-Schiffe in der Regel doch mit einer Zeitcharter angeboten. Allerdings sollten Anleger langfristige Verträge nicht überbewerten. Wenn die Frachtraten längere Zeit die Charterraten nicht decken, muss der Anleger mit Nachverhandlungen über die Raten rechnen.

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