Charttechnisch kaum Unterstützung
Post-Aktie fällt zwischenzeitlich unter Ausgabekurs

Nach dem Millionenbußgeld der Europäischen Kommission ist die Aktie der Deutschen Post AG erstmals wieder unter den Ausgabepreis von 21 Euro (41 DM) gefallen. Die Aktie Gelb gab am Dienstagnachmittag zwischenzeitlich um über 5 % auf 20,67 Euro (40,42 DM) nach.

dpa-afx FRANKFURT. Bis gegen 15.00 Uhr konnte das Papier aber wieder über die 21-Euro-Marke klettern. Die Post war Ende November an die Börse gegangen. Die Aktie war am ersten Börsentag am 20. November bereits zwischenzeitlich unter den Einstandspreis gerutscht. Bisheriger Höchststand waren 24,78 Euro (48,46 DM).

Die Europäische Kommission hatte am Dienstag ein Bußgeld von 24 Mill. Euro (knapp 47 Mill. DM) gegen das vom Staat dominierte Bonner Unternehmen verhängt. Grund waren illegale Treue-Rabatte für Großkunden im gewerblichen Paketdienst. Zudem verpflichtete Brüssel die Post, den gewerblichen Paketdienst in ein eigenständiges Unternehmen auszulagern.

Die charttechnische Situation für die "Aktie Gelb" sei vor der Dax-Einführung wesentlich interessanter gewesen, sagte Stefan Buchholz von der DG Bank. Seitdem gebe es jedoch "kein großes Unterstützungsniveau" mehr.

Aus fundamentaler Sicht habe es lediglich das von der EU gegen die Post verhängte Bußgeld in Höhe von 24 Mill. Euro wegen unlauteren Wettbewerbs gegeben, ergänzte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Ansonsten seien die Kursverluste schwer zu erklären.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%