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Chefin der Bundeswehr-Beschaffungs-Gesellschaft kündigt

Die Geschäftsführerin der bundeseigenen Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (GEBB), die frühere Berliner Finanzsenatorin Annette Fugmann-Heesing, hat nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Freitag) ihre Kündigung eingereicht.

dpa BERLIN. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hatte die GEBB erst im vergangenen Jahr gegründet, um Vermögen der Bundeswehr zu privatisieren.

Die Gesellschaft soll Grundstücke, Kasernen, Waffen und Fahrzeuge verkaufen. Weder von Fugmann-Heesing noch der GEBB war am Donnerstag ein Kommentar zu erhalten. Auch im Verteidigungsministerium blieb die Entscheidung zunächst unkommentiert.

Wie die Zeitung schreibt, ziehe Fugmann-Heesing mit ihrer Kündigung die Konsequenzen aus der anhaltenden Erfolglosigkeit der Gesellschaft. Statt der für dieses Jahr vorgesehenen Einnahmen von einer Milliarde DM hatte die GEBB kürzlich einräumen müssen, nur Erlöse von 17 Mill. DM erzielt zu haben. Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundesfraktion, Dietrich Austermann, nannte Fugmann-Heesings Schritt überfällig.

Er sagte der Zeitung, Scharping solle den Rückzug der Geschäftsführerin nutzen, um die gesamte GEBB aufzulösen. Der CDU - Verteidigungspolitiker Paul Breuer meinte, Scharpings Kooperationsmodell mit der Wirtschaft sei gescheitert. "Fugmann- Heesings Bankrott-Erklärung für die GEBB bedeutet Scharpings Offenbarungseid", sagte er. Der FDP-Politiker Günther Nolting ist der Auffassung, die Geschäftsführerin sei das "Bauernopfer". Der eigentliche Verlierer sei Scharping.

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