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Chefredakteur des russischen «Forbes» in Moskau erschossenDPA-Datum: 2004-07-10 10:37:52

Moskau (dpa) - In Moskau ist der Chefredakteur der russischen Ausgabe des US-Wirtschaftsmagazins «Forbes», Paul Klebnikov, erschossen worden. Das Journal wird von einer russischen Tochtergesellschaft des Axel Springer Verlags herausgegeben.

Moskau (dpa) - In Moskau ist der Chefredakteur der russischen Ausgabe des US-Wirtschaftsmagazins «Forbes», Paul Klebnikov, erschossen worden. Das Journal wird von einer russischen Tochtergesellschaft des Axel Springer Verlags herausgegeben.

Zwei unbekannte Täter töteten den 41-jährigen Amerikaner russischer Herkunft am Freitagabend mit mehreren Schüssen vor dem Verlagsgebäude. Ermittler vermuteten, der Mord stehe mit Klebnikovs Arbeit in Zusammenhang, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Der Herausgeber des russischen «Forbes»-Magazins, Leonid Berschidski, sagte, Klebnikov habe seit Monaten keine riskanten Recherchen mehr durchgeführt. «Vielleicht gefällt irgendwelchen brutalen Menschen "Forbes" nicht», sagte der Mitarbeiter von Axel Springer Russia.

Klebnikov, im Russischen Pawel Chlebnikow, hatte Ende der 1990er Jahre als Buchautor international Aufsehen erregt. In seinem Werk «Der Pate des Kreml» durchleuchtete der Autor die dubiosen Geschäfte Boris Beresowskis und anderer so genannter Wirtschaftsoligarchen und deren Einfluss auf Ex-Präsident Boris Jelzin. Im Mai dieses Jahres hatte Klebnikov im «Forbes» eine detaillierte Liste der 100 reichsten Russen veröffentlicht.

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