Chefs der Studios geloben vor US-Senat Besserung
Hollywood rechtfertigt sich für brutale Filme

dpa NEW YORK/WASHINGTON. Manager der großen Hollywood-Studios haben sich gegen den Vorwurf gewehrt, Gewalt verherrlichende Filme massiv an Jugendliche zu vermarkten. Vor dem US-Senat in Washington kündigten sie am Mittwoch einen Maßnahmenkatalog an, um Kinder und Jugendliche künftig besser zu schützen; mehrere Senatoren äußerten sich allerdings skeptisch. Die " New York Times " hatte zuvor berichtet, Hollywoodstudios hätten Filme mit brutalen Horror- und Gewaltszenen jahrelang vor Kindern getestet, ehe sie eine Altersgrenze für die öffentliche Vorführung festlegten.

Die Hollywood-Bosse kündigten unter anderem an, vor Hauptfilmen für Kinder und Jugendliche künftig keine Vorschauen für Filme ab 17 Jahren zu zeigen. Die Studiomanager versprachen außerdem, ihre Marketingmethoden zu überprüfen. Der demokratische Vize- Präsidentschaftskandidat, Senator Joe Lieberman, zeigte sich in der Anhörung nicht überzeugt. Er warf Hollywood vor, die Eltern beim Marketing für Gewaltfilme auszuschließen und sich direkt an die Kinder zu wenden.

Unterdessen berichtete die "New York Times", die Produktionsfirma Columbia Tristar zum Beispiel hätte den Horrorfilm "I Know What You Did Last Summer", in dem ein Serienmörder seine Opfer aufschlitzt, 50 Kindern im Alter von neun bis elf Jahren vorgeführt. Die Mädchen und Jungen seien dann zu ihren Eindrücken und Gedanken befragt worden. Der Film war daraufhin für Personen unter 17 Jahren gesperrt worden. Auch MGM/United habe Zuschauerreaktionen auf den Horrorfilm "Disturbing Behaviour", der ebenfalls nur für ein Publikum über 17 zugelassen wurde, unter anderem bei Zwölfjährigen getestet, schrieb das Blatt.

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