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Chefs von Landesverbänden kritisieren Mayer-VorfelderDPA-Datum: 2004-07-01 15:12:10

Berlin (dpa) - Berlins Fußball-Präsident Otto Höhne hat Gerhard-Mayer-Vorfelder aufgefordert, seinen Führungsstil umgehend zu ändern, und zugleich den bisherigen DFB-Vizepräsidenten Theo Zwanziger als Mann für die DFB-Spitze ins Spiel gebracht.

Berlin (dpa) - Berlins Fußball-Präsident Otto Höhne hat Gerhard-Mayer-Vorfelder aufgefordert, seinen Führungsstil umgehend zu ändern, und zugleich den bisherigen DFB-Vizepräsidenten Theo Zwanziger als Mann für die DFB-Spitze ins Spiel gebracht.

«Er kann den DFB nicht nach Gutsherrenart als Alleinherrscher führen. Wenn er das nicht ändert, hat er bei der Wahl im Oktober keine Chance», sagte Höhne über Mayer-Vorfelder. «Nachfolger kann nur Dr. Theo Zwanziger werden, kein anderer in Deutschland», erklärte der Chef des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) der dpa.

Am 23. Oktober werden in Osnabrück vom Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Präsidium und der Mann an der Spitze neu gewählt. Mayer-Vorfelder, der bei den Landes- und Regionalverbänden des DFB nicht erst mit dem Alleingang bei der Suche nach einem neuen Bundestrainer in die Kritik gekommen war, hat bereits seine erneute Kandidatur angekündigt. «Leider hat sich der Präsident in letzter Zeit von der Basis weit weg bewegt. Die Amateure wurden an wichtigen Entscheidungen überhaupt nicht mehr beteiligt», meinte Höhne. Er räumte Mayer-Vorfelder, der ohne Frage auch große Verdienste besitze, noch Chancen ein, sein Amt fortzusetzen. «Aber wenn er sich nicht ändert, dann wird Theo Zwanziger gewählt», betonte Höhne.

Auch Heinrich Schmidhuber, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), geht davon aus, dass Mayer-Vorfelder bei der gegenwärtigen Entwicklung mit der Wiederwahl Probleme bekommen könnte: «Wenn es einen Gegenkandidaten gibt, der das Vertrauen der Profi- und der Amateurvereine genießt, dann hat er aus meiner Sicht Probleme.»

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