Chefunterhändler optimistisch
Freilassung weiterer Jolo-Geiseln erwartet

Der philippinische Chefunterhändler Roberto Aventajado erwartet, dass die Rebellen auf der Insel Jolo Anfang der kommenden Woche weitere Geiseln freilassen.

Reuters ZAMBOANGA. Aventajado sagte am Samstag, drei Malaysier, die zur Geiselgruppe der beiden Deutschen Werner und Marc Wallert gehörten, könnten Montag oder Dienstag freikommen. Aus Kreisen der Polizei verlautete, auch zwei Südafrikaner aus der Gruppe könnten von den Abu-Sayyaf-Rebellen auf freien Fuß gesetzt werden. Aventajado sagte, Rebellenchef Galib Andang habe in einem Telefonat erklärt, die Abu Sayyaf sei bereit, alle Geiseln freizulassen, warte jedoch noch Bewegung bei der Regierung.

Aventajado sagte, er bemühe sich noch, alle Dinge zu klären. Sei dies erstmal geschehen, könne mit raschen Freilassungen gerechnet werden. Nähere Angaben über den Stand und Inhalt der Verhandlungen machte der Unterhändler nicht. Insbesondere was das Schicksal der drei Malaysier betrifft, hatte Aventajado schon ofter Optimismus verbreitet, ohne dass es danach zu der seit Wochen erwarteten Freilassung der Männer kam. Von den vor dreieinhalb Monaten von Malaysia nach Jolo entführten 21 Geiseln sind bislang sieben freigekommen, darunter die Deutsche Renate Wallert. Ihr Mann Werner und Sohn Marc sind weiter in der Hand der Rebellen. Die Abu Sayyaf hält zudem noch weitere Geiseln in anderen Gruppen gefangen.

Die Rebellen kämpfen für einen unabhängigen Moslemstaat im Süden der überwiegend katholischen Philippinen. Polizeikreisen zufolge hat die Abu Sayyaf für die bisher freigelassenen Geiseln Lösegelder in Millionenhöhe kassiert. Von den Regierungen der betroffenen Staaten wird dies bestritten. Das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat eingeräumt, für die Freilassung ihres von der Abu Sayyaf entführten Reporters Andreas Lorenz ein Lösegeld bezahlt zu haben. Angaben über die Höhe machte das Magazin jedoch nicht.

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