Chefvolkswirt Michael Heise
DG Bank: Mittelstand verhalten zuversichtlich

vwd FRANKFURT. Die Unternehmen des deutschen Mittelstandes sehen der wirtschaftlichen Entwicklung überwiegend mit Zuversicht entgegen. Wie DG-Bank-Chefvolkswirt Michael Heise am Montag im Pressegespräch zur "DG Bank Mittelstandsumfrage" in Frankfurt sagte, ist der Optimismus jedoch im Jahresverlauf 2000 verhaltener geworden: "Das Zusammenfallen von Ölpreisansstieg und Euro-Schwäche hat die Konsumkonjunktur - die das Jahr mit viel Schwung begonnen hatte - auf Grund höherer Importpreise wieder abgebremst."

Die Aussagen der Umfrage sind: Positive Erwartungen hinsichtlich ihrer Geschäftsentwicklung haben etwa 37 % der befragten Unternehmen, nur etwa 16 % der Mittelständler rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage; knapp die Hälfte der Unternehmen (46 %) erwarten für die kommenden sechs Monate keine Veränderung ihrer Geschäftslage. Nach Branchen aufgeschlüsselt ist die Elektroindustrie am positivsten gestimmt, vor Chemie- und Metallbranche, in der Bauwirtschaft sind die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen "nicht extrem pessimistisch". Die Beschäftigungsentwicklung wird generell als günstig bezeichnet.

Absicht zum Börsengang geht zurück

"Mittellständische Unternehmen setzen zunehmend auf Kooperation, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern", sagte Friedrich-Leopold Freiherr von Stechow generell zur Ausrichtung des Mittelstandes. Wesentliches Kooperationsmotiv sei die Kostensenkung. Die Absicht zum Börsengang sei zuletzt - infolge der generellen Marktentwicklung - zurückgegangen, sie werde aber wieder steigen, weil der Mittelstand diesen Eigenkapital-Weg brauche, da nicht von der Steuerreform entsprechend begünstigt. Von den befragten 2 500 mittelständischen Unternehmen waren zuletzt vier Prozent börsennotiert, die Zahl jener Unternehmen, die an die Börse wollen, ist in der Herbstumfrage (Frühjahrsumfrage) auf 212 (269) gesunken.

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