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Chelsea und Inter bereits im CL-Achtelfinale

In der Champions League hat sich die Spreu früh vom Weizen getrennt. Als erste Teams marschierten der FC Chelsea London und Inter Mailand bereits nach vier Vorrunden-Spieltagen ins lukrative Achtelfinale durch.

dpa HAMBURG. In der Champions League hat sich die Spreu früh vom Weizen getrennt. Als erste Teams marschierten der FC Chelsea London und Inter Mailand bereits nach vier Vorrunden-Spieltagen ins lukrative Achtelfinale durch.

Das haben neben dem deutschen Meister SV Werder Bremen auch der AC Mailand und der FC Barcelona so gut wie erreicht. "Auftrag erledigt: Chelsea spaziert in die nächste Runde", titelte "The Daily Telegraph" trefflich nach dem vierten Erfolg der Millionarios aus London. Dagegen steht der Titelverteidiger vor dem Aus. "Träumen kostet nichts, aber der FC Porto steht buchstäblich ohne Mantel im Regen", schrieb "A Bola" über das sieglose "Schlusslicht" der Gruppe F.

Dort hat Chelsea nach dem 1:0 bei Zska Moskau und optimalen zwölf Punkten sogar schon den Gruppensieg sicher, der in der K.o.-Runde der besten 16 den Vorteil sichert, gegen einen Gruppen-Zweiten zuerst auswärts antreten zu dürfen. "Ich bin total glücklich. Unsere Ausgangslage ist fantastisch", jubelte Erfolgstrainer José Mourinho. Hinter Chelsea rangeln Zska, Paris St. Germain (je 4) und mit den weitaus schlechtesten Chancen Cupverteidiger Porto (2) um Rang zwei.

Anders als Porto (0:0 gegen Paris) feierte Inter seine Nullnummer gegen Valencia wie einen Sieg. "Das war genau das Ergebnis, das wir brauchten", sagte Verteidiger Ivan Cordoba. Neben Inter (10) ist Werder (9) nach dem 5:1 über den RSC Anderlecht (0) fast durch, ein Sieg gegen Inter oder ein Punkt im abschließenden Gruppenspiel in Valencia (4) reicht. "Marca" titelte passend: "Nun braucht Valencia ein Wunder." Nur Trainer Claudio Ranieri übte sich in Durchhalteparolen: "Wir sind noch am Leben. Ein Sieg wäre besser gewesen, aber der Punkt hält uns das Tor zur nächsten Runde offen." Unrühmlicher Höhepunkt auf dem Rasen war eine handfeste Prügelei. Valencias Caneira schlug Adriano mit der Hand ins Gesicht. Dieser langte mit beiden Fäusten zu und sah Rot. Caneira kam mit Gelb davon.

Im Match des Abends setzte sich der FC Barcelona dank Ronaldinhos Traumtor (89.) mit 2:1 gegen Milan durch. Der Brasilianer donnerte das Leder aus 16 Metern mit links genau in den Torwinkel und forderte Lobeshymnen heraus. "Ronaldinhos Tor grenzte an Zauberei", jubelte Barça-Präsident Joan Laporta. Auch Trainer Frank Rijkaard schwärmte: "Das Siegtor werden die Zuschauer wohl immer in Erinnerung behalten." Spaniens Gazetten überschlugen sich nach der "Ode an den Fußball" ("Marca") förmlich und erklärten das "zauberhafte Barça" ("El Mundo Deportivo") zum Favoriten in der Königsklasse. "Dieses Barça ist ein Dream Team in Reinformat. Es spielte im Stil eines Champions-League- Siegers", befand "Sport" - und meinte zu Matchwinner Ronaldinho: "Wer ein solches Tor erzielt, muss auch Fußballer des Jahres werden."

Dieses Ziel hat auch Arsenals Thierry Henry, doch die "Gunners" leisteten sich trotz des Führungstreffers durch den Franzosen beim enttäuschenden 1:1 gegen Panathinaikos Athen den nächsten Patzer - und müssen nun zittern. "Wir haben es selber in der Hand", beruhigte Coach Arsène Wenger. Er muss jedoch froh sein, dass Angelos Bassinas einen Foulelfmeter über Jens Lehmanns Tor jagte. So hat Arsenal (6) hinter dem PSV Eindhoven (9/1:0 gegen Rosenborg Trondheim), aber vor Athen (5) weiter die besten Chancen auf den wichtigen zweiten Rang. Dennoch fordert der "Telegraph": "Der Club muss an sich arbeiten."

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