Chemiesparte Cognis größter Gewinnträger
Henkel plant 2001 Rekordergebnis

Der Chemie- und Konsumgüterhersteller ist nach eigenen Angaben trotz Konjunkturabkühlung gut ins laufende Geschäftsjahr gestartet. Für 2001 erwartet Henkel zum achten Mal in Folge Rekordzahlen.

rtr DÜSSELDORF. Im 125. Jahr des Bestehens plane der Konzern für 2001 trotz des ungünstigen Umfelds im ersten Quartal eine "zufriedenstellende Umsatz- und Ergebnissteigerung", teilte Henkel vor der Hauptversammlung am Montag in Düsseldorf mit. Von Januar bis März 2001 verbuchte Henkel ein Umsatzplus von 8,7 % und einen zweistelligen Zuwachs beim Ergebnis.

Gewinnträger waren Kosmetik und die zum Verkauf stehende Chemiesparte Cognis. Damit lag Henkel innerhalb der von Analysten geschätzten Bandbreiten für Umsatz und Ergebnis. Die Aktie verzeichnete leichte Kursgewinne. Bei der Hauptversammlung werden rund 4 000 Anteilseigner erwartet.

Henkel für 2001 optimistisch

Henkel gibt sich für das Gesamtjahr 2001 optimistisch. Auf Grund der schwächeren US-Konjunktur werde für die Klebstoffe und die Oberflächentechnik indes mit einer "schwierigen" Geschäftslage im ersten Halbjahr gerechnet. Im Markenartikelgeschäft, also Waschmittel, Kosmetik und Konsumentenklebstoffe, geht Henkel von einer vergleichsweise besseren Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus.

Von Januar bis März erhöhte sich der Umsatz nach Unternehmensangaben im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 % auf 3,3 (Vorjahr 3,013) Mrd. Euro. Das Ergebnis (Ebit) lag den Angaben zufolge mit 228 (207) Mill. Euro um 10,1 % über dem Wert des Vorjahresquartals. Der Überschuss stieg im traditionell schwächsten Quartal um 1,8 % auf 112 (110) Mill. Euro. Das Finanzergebnis von minus 46 (Vorjahr minus 21) Mill. Euro sei durch Restrukturierungskosten von 35 Mill. Euro bei der US-Finanzbeteiligung Clorox belastet worden. Dies sei wie angekündigt jedoch durch den Verkauf von Henkel-Werkswohnungen ausgeglichen worden.

Klebstoffe und Waschmittel mit größtem Umsatzwachstum

Alle Geschäftsbereiche haben den Angaben zufolge ihre Umsätze gesteigert. Die größten Zuwächse verbuchten Klebstoffe (13,2 %) sowie Wasch- und Reinigungsmittel (12,2 %), gefolgt von Kosmetik (9,1 %). Kräftig legte auch die zum Verkauf stehenden Chemietochter Cognis (5,7 %) zu, während die Hygiene/Oberflächentechnik 2,7 % mehr Umsatz verbuchte.

Chemiesparte Cognis größter Gewinnträger

Beim Ergebnis liegt die Cognis mit einem Plus von 9,5 % an erster Stelle, gefolgt von der Kosmetiksparte mit einem Zuwachs von 3,8 %. Die anderen Sparten mussten dagegen deutliche Rückgänge verkraften. Den Rückgang im Waschmittelbereich erklärte Henkel mit der Wirtschaftskrise in der Türkei, während die abkühlende US-Konjunktur und gestiegene Rohstoffpreise auf die industrienahen Sparten Klebstoffe und Oberflächentechnik durchgeschlagen hätten.

Bei der Umsatzentwicklung nach Regionen verzeichnete Henkel in Lateinamerika durch den Einstieg in den mittelamerikanischen Waschmittelmarkt mit 31,2 % den größten Zuwachs. Knapp 10 % weniger betrug das Umsatzplus in Asien und auch in den USA konnte Henkel beim Umsatz 9,4 % zulegen, während der Europaumsatz um 6 % gesteigert wurde.

Die im Dax notierte Henkel-Aktie legte zum Handelsauftakt an der Frankfurter Börse 0,68 % auf 73 Euro zu.

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