Chen: Insel soll Signal sein für Demokratisierung von Festland
Taiwan fordert China zu Achtung von Wahlergebnis auf

Der taiwanesische Präsident Chen Shui-bian hat nach dem Wahlerfolg seiner Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) China zur Achtung des Wahlergebnisses aufgefordert. Peking müsse die "Entscheidung des taiwanesischen Volkes respektieren", sagte Chen am Montag vor ausländischen Akademikern in Taipeh.

afp TAIPEH. Seine china-kritische Partei hatte die Parlamentswahlen am Samstag deutlich vor der regierenden Nationale Volkspartei Kuomintang gewonnen. In Peking, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, war der Urnengang kritisch beäugt worden. Jetzt müsse Taiwan ein "Signal für die Modernisierung und Demokratisierung des Festlandes" sein, forderte Chen.

China hat den Urnengang bislang nicht offiziell kommentiert. Beobachter gehen davon aus, dass Peking über den Zulauf der Unabhängigkeitsbefürworter und den Niedergang der Volkspartei besorgt sein dürfte. Nachdem die DPP von ihrer Forderung nach einer sofortigen Unabhängigkeit der Insel vom Festland abgerückt war, hatte Peking im Streit mit Taipeh allerdings einen Kompromiss in Aussicht gestellt.

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