Cheney hat bereits vier Herzinfarkte hinter sich
US-Vizepräsident Cheney nach Herzoperation entlassen

Nach Aussage seines Arztes sei es "sehr wahrscheinlich", dass Cheney sein Mandat bis zum Ende mit voller Kraft erfüllen könne.

afp WASHINGTON. Der schon mehrfach am Herzen operierte US-Vizepräsident Richard Cheney hat sich zu Hause von seinem neuesten Eingriff erholt. Weniger als 24 Stunden nachdem er selbst ins George-Washington-Krankenhaus gegangen war, verließ er es am Dienstag winkend und lächelnd. Seine Ärzte gaben eine optimistische Prognose ab. Am Montag hatten sie bei dem Patienten eine Arterie erweitert, die sich nach einem früheren Eingriff zu schließen drohte. Cheneys Arbeit werde durch die Behandlung in keinster Weise eingeschränkt, erklärte eine Beraterin. Der 60-Jährige gilt als der starke Mann der Bush-Regierung und spielt innen- wie außenpolitisch eine zentrale Rolle.

Cheney hat bereits vier Herzinfarkte hinter sich. Den jüngsten Anfall erlitt er kurz nach der Präsidentschaftswahl im November. Damals wurde ein so genannter Stent eingesetzt, eine spezielle Röhre, um ein verengtes Gefäß offenzuhalten. In den vergangenen Tagen merkte der Vizepräsident an wiederholten Brustschmerzen, dass etwas nicht in Ordnung war. Am Montag stellten die Chirurgen fest, dass der Stent an einem Ende zu 90 % blockiert war. Sie benutzten einen Ballonkatheder, um die Röhre zu öffnen.

Cheney wird Mandat erfüllen können

Cheneys Arzt Jonathan Reiner sagte, sein Patient leide an chronischer Verkalkung der Herzkranzgefäße. Doch sei es "sehr wahrscheinlich", dass er sein Mandat bis zum Ende mit voller Kraft erfüllen könne. Der Vize versicherte Präsident George W. Bush am Telefon, dass er sich gut fühle und auf die Rückkehr zur Arbeit freue. Insgesamt war er knapp 19 Stunden im Krankenhaus.

Sollte Cheney von seinem Amt zurücktreten, dann müsste Bush einen Nachfolger benennen, dem beide Häuser des US-Kongresses zustimmen. Die Republikaner haben sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus nur eine knappe Mehrheit. In der Übergangsphase wäre Parlamentspräsident Dennis Hastert der designierte Nachfolger des Präsidenten.

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