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China dämpft Wachstum weiterer Wirtschaftszweige

China will in weiteren Wirtschaftssektoren das Wachstum dämpfen. Das volkswirtschaftliche Gesamtwachstum müsse sich deswegen aber nicht verlangsamen, sagte Finanzminister Jin Renqing am Montag nach einem Treffen mit Bundesfinanzminister Hans Eichel in Peking.

dpa-afx PEKING. China will in weiteren Wirtschaftssektoren das Wachstum dämpfen. Das volkswirtschaftliche Gesamtwachstum müsse sich deswegen aber nicht verlangsamen, sagte Finanzminister Jin Renqing am Montag nach einem Treffen mit Bundesfinanzminister Hans Eichel in Peking. Er zeigte sich zufrieden mit den erwarteten 9,4 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Chinas Wirtschaft wachse seit 20 Jahren mit neun Prozent. Ein derart schnelles Wachstum sei auch für die Rohstoffe "erträglich", sagte der Minister. Die Regierung hatte im Frühjahr nur sieben Prozent Wachstum als Ziel vorgegeben.

Bundesfinanzminister Hans Eichel sagte, das schnelle Wachstum Chinas mache ihm keine Sorgen. China gehe von einem niedrigen Niveau aus, müsse seine Staatswirtschaft umstrukturieren und regionale Unterschiede überwinden. Das schnelle Wachstum in China, von dem auch Arbeitsplätze in Deutschland profitierten, müsse aber nachhaltig sein und dürfe nicht an den falschen Stellen erfolgen. Nach Angaben seines Amtskollegen zielt die jüngste Dämpfungsrunde nicht auf die Wachstumgeschwindigkeit insgesamt, sondern auf Bereiche der Wirtschaft, die nicht stabil seien. Vor allem Bereiche wie Stahl, Metall, Immobilien, Bau und Baumaterialien sollten abgebremst werden.

Mit der Steuerung wolle die Regierung auch Schwachstellen wie Agrar, Getreideproduktion und Infrastruktur fördern, sagte Jin Renqing. In acht Monaten sei es gelungen, die Immobilien- und Anlageinvestitionen zu dämpfen und die Getreideproduktion zu steigern. Die Wirtschaft insgesamt entwickle sich gleichzeitig weiter schnell. "Das ist genau das Ziel, das wir erreichen wollen."

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