China ist auf dem Weg zur weltweit führenden Sportnation
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Die Chinesen beginnen uns uns Durchschnittsdeutschen allmählich richtig Angst zu machen: Schneller als die Wirtschaft im Reich der Mitte wächst derzeit nur der Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen. Dabei ist Athen für die Asiaten nur eine Zwischenstation bei der generalstabsmäßigen Vorbereitung auf die Heim-Spiele 2008.

Die Chinesen beginnen uns uns Durchschnittsdeutschen allmählich richtig Angst zu machen: Schneller als die Wirtschaft im Reich der Mitte wächst derzeit nur der Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen: Gold im Schießen, Gold im Judo, Gold im Gewichtheben - Platz eins nach fünf Wettkampftagen bei Athen 2004, noch vor dem großen Goldfavoriten USA. Dabei haben Chinas nahezu unbezwingbare Tischtennisspieler gerade erst angefangen, ihre Gegner aus der Halle zu schießen.

Der deutsche NOK-Chef Klaus Steinbach hat bereits weiter gerechnet: "Ich erwarte China bei den Spielen 2008 erstmals auf Platz eins im Medaillenspiegel", sagte Steinbach im Deutschen Haus und verwies auf die riesigen personellen Ressourcen des 1,3-Milliarden-Volks. China am Ende noch vor den USA - das klingt unvorstellbar.

Doch vermutlich hat Steinbach von den generalstabsmäßigen Vorbereitungen im Reich der Mitte Wind bekommen. Die chinesischen Olympioniken trainieren eisern auf ihre Heimspiele in Peking hin und lernen neuerdings sogar Englisch, um spätestens 2008 mit Sportlern aus aller Welt in Kontakt treten zu können. Vielleicht hat diese Geschichte für die staunende Konkurrenz ja ihr Gutes: Der ein oder andere Athlet sollte im Olympischen Dorf dazu überredet werden können, das Erfolgsgeheimnis der chinesischen Mannschaft preiszugeben - auf Englisch.

Matthias Eberle
Matthias Eberle
Handelsblatt / Ressortleiter Ausland
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