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China lehnt Taiwans Friedensangebot ab

China hat das Angebot von Taiwans Präsident Chen Shui-bian zur Aufnahme von Friedensgesprächen als „unaufrichtig“ zurückgewiesen.

dpa PEKING. China hat das Angebot von Taiwans Präsident Chen Shui-bian zur Aufnahme von Friedensgesprächen als "unaufrichtig" zurückgewiesen.

Bilaterale Gespräche könnten nicht wieder aufgenommen werden, solange Chen Shui-bian den Ein-China-Grundsatz ablehne, wonach Taiwan ein Teil Chinas sei, zitierte die offizielle englischsprachige Tageszeitung "China Daily" am Montag chinesische Taiwan-Experten.

Das Gesprächsangebot sei "zu unaufrichtig und vage, um von Festlandchina ernsthaft berücksichtigt zu werden". Die Experten verwiesen darauf, dass Taiwans Präsident als Grundlage für neue Gespräche den Konsens von 1992 genannt habe, der den Weg für historische Gespräche in Singapur gedient hatte. Aus chinesischer Sicht seien sich damals beide Seiten in einer informellen verbalen Vereinbarung einig gewesen, "den Ein-China-Grundsatz zu befolgen", schrieb das Blatt. Statt dessen sage Chen Shui-bian, wichtig sei damals die Bereitschaft gewesen, darin übereinzustimmen, dass beide Seiten "sich nicht einig sind".

Die Experten warfen Taiwans Präsident vor, unverändert die Unabhängigkeit der Insel zu verfolgen. Mit seinem Dialogangebot wolle er nur seine "speratistischen Versuche verhüllen", wurde Li Jiaquan vom Taiwan-Institut der Akademie der Sozialwissenschaften zitiert. Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik nur als abtrünnige Provinz und droht bei einer Unabhängigkeitserklärung mit Krieg.

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