China macht Druck auf Transrapid-Konsortium
Peking plant eigene Magnetschwebebahn

China treibt die Entwicklung einer eigenen Bahn entschieden voran und verlangt gleichzeitig vom Transrapid-Konsortium massive Kostensenkungen.

cr/mg PEKING. China treibt die Entwicklung einer eigenen Magnetschwebebahn energisch voran. Noch in diesem Jahr soll nach Handelsblatt-Informationen die Trasse für einen aus chinesischer Produktion stammenden, dem Transrapid nachempfundenen Magnetschwebezug in Badaling in Angriff genommen werden. Ende 2004 soll die Strecke über 40 Kilometer bis nach Peking führen.

Zugleich setzt die chinesische Regierung das deutsche Transrapid-Konsortium unter Druck. Wie in Peking zu erfahren ist, verlangt China vor der Entscheidung über weitere Strecken eine drastische Kostensenkung. Pro Streckenkilometer sollen die Systemkosten auf 15 bis 20 Mill. Euro gesenkt werden. Das im Bau befindliche Projekt in Schanghai verschlingt nach Angaben des Konsortiums rund 40 Mill. Euro je Kilometer. Das Projekt steht stark unter Termindruck. Im August soll der erste Probelauf erfolgen, derzeit sind 35 % der Verbindungsträger des Fahrwegs montiert. Deutsche Industriekreise halten es für möglich, dass erste Vorentscheidungen über weitere Projekte bereits im Herbst fallen, drei Monate vor dem so genannten VIP-Lauf des Transrapids mit Ministerpräsident Zhu Rongji am 31. Dezember.

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