China und Südkorea sind Schwerpunkte der BASF-Strategie
BASF plant Milliardeninvestitionen in Asien

BASF sieht Asien als den wichtigsten Markt der Zukunft für chemische Produkte. Großinvestitionen in Höhe von 2,6 Mrd. Euro sollen dem Chemiekonzern helfen, in Fernost ganz vorne mitzuspielen.

dpa SHANGHAI. Der Chemiekonzern BASF will mit Investitionen in Milliardenhöhe seine Position in Asien ausbauen. In den kommenden fünf Jahren werde die BASF 5 bis 6 Mrd. Euro (rund 11 Mrd. DM) investieren, um das Wachstumspotenzial der Region zu nutzen, sagte Erich Binckli, Präsident der BASF-Hauptverwaltung für Ostasien, am Dienstag in Schanghai.

Eine Schlüsselrolle in der Asien-Strategie komme China zu. Ein zweiter Schwerpunkt werde Südkorea sein. "Asien wird bis zum Jahr 2010 der größte Markt für chemische Produkte sein und deshalb die Zukunft der Chemieindustrie formen", meinte Binckli. BASF erwartet in den kommenden zehn Jahren für die Chemiemärkte in Asien, ausgenommen Japan, ein durchschnittliches Wachstum von 6 %.

Nach langen Jahren der Erfahrung werde BASF in China nicht in viele kleine Projekte investieren, meinte Binckli. "Wir sind jetzt selbstbewusst genug, um uns Großprojekten zu widmen". In Nanjing (Provinz Jiangsu) will das Unternehmen mit China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec) kooperieren. Die Beiden Unternehmen wollen dort zum Jahreswechsel 2004/2005 einen so genannten Steamcracker mit einer Jahreskapazität von 600 000 Tonnen Ethylen in Betrieb nehmen.

Die Gesamtinvestition liegt bei 2,6 Mrd. Euro. Gespräche führt BASF Binckli zufolge über den Bau von zwei Werken in Caojing, gut 60 Kilometer südlich von Schanghai. Eine Genehmigung werde bis Ende 2001 erwartet. Die Investition werde bei 1 Mrd. Euro liegen. In Südkorea sei für 400 Mill. Euro der Ausbau der Standorte Yosu und Ulsan geplant.

Der Umsatz von BASF in der Region Ostasien (China, Taiwan und Südkorea) stieg Binckli zufolge im vergangenen Jahr um 48 % auf 2,44 Mrd. Euro.

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