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China will Unabhängigkeit Taiwans „um jeden Preis“ verhindern

China hat Taiwan am Montag gedroht, eine Unabhängigkeit der Insel „um jeden Preis“ militärisch zu verhindern.

dpa PEKING. China hat Taiwan am Montag gedroht, eine Unabhängigkeit der Insel "um jeden Preis" militärisch zu verhindern. Die Aktivitäten der Unabhängigkeitskräfte auf der Insel seien "die größte unmittelbare Gefahr" für Chinas territoriale Integrität sowie Frieden und Stabilität im Seeweg der Taiwanstraße sowie der Asien-Pazifik-Region insgesamt.

In dem ersten Weißbuch zur Verteidigung nach der Übernahme der Militärführung durch den neuen Staats- und Parteichef Hu Jintao heißt es, die Volksbefreiungsarmee werde eine Unabhängigkeit Taiwans entschlossen verhindern. Die Lage der Beziehungen wurde als "düster" beschrieben.

Der demokratisch gewählten Regierung in Taiwan und Präsident Chen Shui-bian warf das Papier vor, "rücksichtslos am Status quo zu rütteln" und die Aktivitäten für eine Unabhängigkeit Taiwans zu verschärfen. Die Pläne für eine neue Verfassung und ein Referendum dazu 2006 zielten darauf, Taiwan von China abzuspalten. Den USA wurde vorgeworfen, mit ihren Waffenlieferungen an die Inselrepublik "das falsche Signal" zu senden. Taiwan, das Peking als abtrünnige Provinz betrachtet, solle den Ein-China-Grundsatz anerkennen, forderte das Weißbuch. Dann könne der Dialog neu aufgenommen werden.

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