Chinageschäft boomt
Wachsende Sorgen über Pekings Geldpolitik

Das China-Geschäft brummt, um das Reich der Mitte kommen Investoren nicht mehr herum. Doch viele Hürden sind geblieben, eine konjunkturelle Überhitzung scheint möglich.

cr DAVOS. Das China-Geschäft brummt, um das Reich der Mitte kommen Investoren nicht mehr herum. Das Land bietet hohe Gewinnspannen, qualifizierte Arbeitskräfte und ein großes Marktpotenzial. Darin waren sich Unternehmer und Politiker auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos einig. Gleichwohl lauern auch etliche Fallstricke. Der mangelhafte Schutz des geistigen Eigentums, hohe Anlaufkosten, bürokratische Hürden, das marode Bankensystem, die unzureichende Energieversorgung und ein nicht ausgereiftes Rechtssystem machen auch ausländischen Unternehmen zu schaffen.

US-Handelsminister Donald Evans attestiert der Regierung in Peking gleichwohl auf dem richtigen Weg zu sein. Die neue Regierung habe eine "sanfte Übernahme" vollzogen. Die Beziehungen zu den USA seien "sehr, sehr gut". Washington unterstütze China auf dem Weg in die Weltwirtschaft. "Wenn China wettbewerbsfähiger wird, ist das gut für die globale Wirtschaft", sagte Evans.

Die USA ermutigten Peking zugleich, in der Wechselkurspolitik eine verantwortliche Haltung einzunehmen, um Bedingungen zu schaffen, die langfristiges Wachstum ermöglichen. "China hält bis jetzt Kapitalströme im eigenen Land zurück, die 100 % des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Wird dieses Sparkapital einmal freigesetzt, ergeben sich große Konsequenzen für Handel und Investitionen."

Eine deutliche Warnung schickte die OECD an die Teilnehmer in Davos. Die Kopplung des Renminbi an den Dollar führe dem Land zu viel Liquidität zu. "China droht allmählich die Kontrolle über die Geldmenge zu verlieren", sagte Chefvolkswirt Jean Philippe Cotis. - Er befürchtet zudem, dass China in eine konjunkturelle Überhitzungsphase eintritt. Einen wirtschaftlichen Rückschlag hält Cotis daher für möglich.

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