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Chinas Eisen- und Stahlindustrie durch Stromausfälle belastet

Die chinesische Eisen- und Stahlindustrie wird im laufenden Quartal weiter durch Energieausfälle belastet.

dpa-afx PEKING. Die chinesische Eisen- und Stahlindustrie wird im laufenden Quartal weiter durch Energieausfälle belastet. Belastend wirkten sich zudem die Rohstoffknappheit und fehlende Transportkapazitäten aus, sagte Luo Bingsheng, Vizepräsident der chinesischen Eisen- und Stahlvereinigung, am Donnerstag in Peking.

"Stahlproduzenten sind große Stromverbraucher. Während der Hochzeiten in diesem Sommer haben viele Hersteller wegen der Energieknappheit ihre Produktion stoppen oder drosseln müssen", sagte Bingsheng. Nach seinen Worten haben die wachsenden Rohstoff- und Energiekosten die Produktionskosten der Stahlschmelzer massiv erhöht.

Die chinesische Regierung wolle daher die Stahlproduktion in großen Fabriken bündeln. Kleinere, illegal errichte Werke würden verstärkt geschlossen, um die knappen Ressourcen besser zu nutzen, sagte Bingsheng. Bislang wurden 354 illegale Unternehmen dicht gemacht.

Die Vereinigung zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der ersten neun Monate 2004. Die 65 Schlüsselunternehmen der chinesischen Eisen- und Stahlindustrie hätten ihren Umsatz um 55 Prozent auf 708 Mrd. Yuan (67,1 Mrd Euro) erhöht.

Durch die restriktiviere Investitionspolitik der Regierung schwächte sich der Wachstum im Jahresverlauf ab. In den Monaten Januar bis September habe die Branche einen Zuwachs von 67 Prozent verzeichnet, hieß es. Im ersten Quartal belief sich das Wachstum nach Verbandsangaben auf 107 Prozent. Mit einer restriktivere Investitionspolitik will Chinas Führung eine Überhitzung der Branche verhindern. "Die Maßnahmen sind effektiv", sagte Bingsheng.

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