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Chinas Parlamentschef sagt Besuch in Taiwan ab

Die Krise zwischen China und Taiwan spitzt sich zu: Aus Verärgerung über den Besuch des ehemaligen taiwanesischen Präsidenten zur medizinischen Behandlung in Japan hat Li Peng am Mittwoch einen Besuch in Tokio abgesagt.

dpa PEKING. Aus Verärgerung über den Besuch des ehemaligen taiwanesischen Präsidenten Lee Teng-hui zur medizinischen Behandlung in Japan hat Chinas Parlamentschef Li Peng am Mittwoch einen Besuch in Tokio abgesagt. Das sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Zhang Qiyue, am Donnerstag.

Trotz Pekings Warnungen vor Schaden für die Beziehungen hatte Japan dem ehemaligen Präsidenten, der vor einem Jahr abgewählt worden war, aus «humanitären Gründen» ein Visum erteilt. Das habe die «politische Grundlage für die chinesisch-japanischen Beziehungen geschädigt», sagte die Sprecherin.

Seit Sonntag hatte sich der 78-jährige in einem japanischen Herzzentrum untersuchen und behandeln lassen. China sieht in dem einstigen Kuomintang-Spitzenpolitiker einen Repräsentanten der Unabhängigkeitsbewegung in Taiwan und unterstellt ihm, seine Auslandsreisen für politische Zwecke zu nutzen.

Auch die USA gewähren Lee Teng-hui als «Privatmann» ein Visum zum Besuch seiner alten Studienstätte an der Cornell-Universität (Bundesstaat New York)

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