Chinesischer Exilschriftsteller
Nobelpreis für Literatur geht an Gao Xingijan

ap STOCKHOLM. Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den chinesischen Exilschriftsteller Gao Xingjian. Der in Paris lebende Erzähler und Dramaturg werde "für ein Werk von universaler Gültigkeit, bitterer Einsicht und sprachlichem Sinnreichtum" ausgezeichnet, erklärte die Akademie am Donnerstag in Stockholm. Damit habe er der chinesischen Romankunst und Dramatik neue Wege eröffnet.

Gaos Roman "Der Berg der Seele" sei einer der seltenen literarischen Schöpfungen, die offenbar mit keinem anderen Werk verglichen werden könnten, erklärte die Akademie in ihrer Würdigung des diesjährigen Preisträgers. In diesem Roman verarbeitet Gao Eindrücke von Reisen in abgelegene Regionen im Süden und Südwesten Chinas.

Der 60 Jahre alte Schriftsteller ist auch als Übersetzer und Regisseur bekannt geworden. Während der chinesischen Kulturrevolution wurde er gezwungen, eine Tasche mit Manuskripten zu verbrennen. Erst 1979 konnte er seine erstes Werk veröffentlichen und ins Ausland reisen. 1987 verließ Gao China und ließ sich als politischer Flüchtling in Paris nieder.

Im vergangenen Jahr wurde der deutsche Schriftsteller Günter Grass mit der höchsten Auszeichnung in der Literaturwelt geehrt. Der Preis, der diesmal mit neun Mill. Kronen (eine Mill. Euro) dotiert ist, wird am 10. Dezember in Stockholm verliehen. Damit wird an den Todestag des Stifters Alfred Nobel im Jahr 1896 erinnert.

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