Chip-Aktien
Zwischenruf: Riskantes Kalkül

som DÜSSELDORF. Die Rechnung ist einfach: Wer auf eine Konjunkturerholung setzt, fährt mit Chipaktien am besten. Denn die Ideen- und Rohstofflieferanten der Elektronikbranche spüren früh den Aufschwung und reagieren stärker darauf als andere Firmen. Das wird auch so bleiben. Doch so einfach die Theorie, so schwierig ist ihre Umsetzung an der Börse. Denn selbst wenn die Belebung in diesem Jahr kommt - und damit rechnen die Ökonomen - gehen Anleger ein hohes Risiko ein, wenn sie jetzt noch auf den Chipzug aufspringen. Denn gemessen an Kurssprüngen um 150 Prozent wie bei Infineon sind die kurz- und langfristigen Aussichten verhalten.

Zwar werden die Chippreise in den nächsten Monaten weiter steigen. Doch glücklich schätzt sich, wer dann zumindest die Herstellkosten deckt. Und nach dem schwersten Umsatzeinbruch in der Chipgeschichte wird es nicht ein oder zwei, sondern eher drei bis vier Jahre dauern, ehe das Niveau aus dem Jahr 2000 wieder erreicht wird. All das rechtfertigt künftig keine Kurssprünge wie in den letzten Wochen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%