Chip-Broker macht Terroranschläge verantwortlich
CE Consumer senkt Gewinnerwartung für 2001

Der Münchener Chip-Broker CE Consumer Electronic AG hat seine Gewinnerwartung für 2001 nach den Anschlägen in den USA gesenkt.

rtr MÜNCHEN. Während der im Mai angekündigte Mindestumsatz von 700 Mill. DM weiterhin erreicht werde, könne die geplante Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,8 % wegen der aktuellen Ereignisse im US-Geschäft nicht aufrechterhalten werden, teilte das im Auswahlindex Nemax 50 des Neuen Marktes gelistete Unternehmen am Montag mit. Trotz der Unsicherheiten über die künftige weltweite Wirtschaftsentwicklung gehe Ce Consumer für 2001 weiter von einem positiven Cash-Flow und einem positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus.

Die Aktien von CE Consumer fielen im frühen Handel um knapp fünf Prozent auf 4,88 Euro. Vor rund einer Woche hatten die Titel ein Jahrestief bei 4,01 Euro erreicht.

Die Ereignisse in den USA hätten die zum Halbjahr noch mit 84 % zum Konzernumsatz beitragenden US-Aktivitäten kurzfristig zum Erliegen gebracht, teilte CE Consumer weiter mit. Das US-Geschäft habe sich der einsetzenden Lähmung der volkswirtschaftlichen Gesamtaktivitäten sowie den gravierenden Lieferproblemen wegen des zeitweise vollständigen Ausfalls des Flugverkehrs nicht entziehen können. Vom Rückgang sei insbesonders das hochmargige Chip-Broker-Geschäft betroffen. Die Gesellschaft kündigte ein "aggressives" Kosteneinsparungsprogramm an, sieht dem Jahr 2002 nach eigenen Angaben allerdings "sehr zuversichtlich" entgegen und plant deshalb keinen Personalabbau.

CE-Consumer Vorstandschef Erich Lejeune hatte Anfang September noch an den Ergebnisziel von 12,6 Mill. DM im laufenden Jahr festgehalten, was einer Ebit-Marge von 1,8 % entspricht. Im zweiten Quartal hatte die operative Umsatzrendite bei 1,6 % gelegen.

Für das nächste Jahr gab sich Ce Consumer weiter optimistisch. Experten prognostizierten für 2002 ein weltweites Wachstum des Halbleitermarktes, der derzeit mit einer andauernden Marktschwäche und einem Preisverfall bei Speicherchips zu kämpfen hat, von bis zu 20 %, hieß es in der Mitteilung. Möglicherweise könnten die weltweit zu erwartenden Investitionen in Sicherheits- und Kommunikationstechnologien zu einer höheren Nachfrage nach Halbleitern führen.

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