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Chip- Computerwerte unter Beschuss

Der Wall Street fehlen die positiven Impulse. Die momentane Wirtschaftslage, die Haltung der US-Notenbank und eher unerfreuliche Unternehmensnachrichten belasten die Märkte. Die vorbörslich veröffentlichten Wirtschaftsdaten heben die Stimmung der Investoren nur geringfügig. Besonders die Chip- und Computerwerte dürften nach den Gewinnwarnungen von Altera und Gateway unter Druck geraten. Auch Dell und Intel verlieren vorbörslich.

Gateway warnte die Anleger gestern nach Börsenschluss vor schlechten Geschäftszahlen. Der PC-Hersteller reduzierte seine Gewinnschätzung für das laufende Quartal drastisch von 62 auf 37 Cents pro Aktie. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatz von 2,55 Milliarden Dollar und damit einer halben Milliarde Dollar weniger als ursprünglich erwartet. Die Aktie verlor daraufhin nachbörslich rasant an Wert.



Der Aktie von Altera erging es ähnlich. Der Computerchip-Hersteller warnte die Investoren ebenfalls vor, dass die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2001 hinter den ursprünglichen Prognosen zurück bleiben werden. Als Grund nennt das Management die abflauende Nachfrage. Für die Anleger dürfte es bald zur Gewohnheit werden, denn Altera warnt bereits zum zweiten Mal in diesem Monat vor schlechteren Verkaufszahlen.



Die Einzelhandelswerte dürften es heute ebenfalls schwer haben. Sorgenkind GAP warnte die Anleger vor schlechten Quartalszahlen. Die größte US-Bekleidungskette klagt bereits zum zweiten Mal in Folge übereine rückläufige Gewinnentwicklung. GAP unterrichtete die Anleger gestern nach Handelsschluss, dass die Umsatzzahlen im November um ein Prozent zurück gingen. Gerade die Verkaufszahlen bei den Tochterunternehmen Banana Republic und Old Navy haben der größten Bekleidungskette der USA geschadet. Andere Einzelhandelsunternehmen leiden vorbörslich.



Gute Nachrichten gibt es dafür von Juniper Networks und Ericsson. Der Netzwerkhersteller Juniper und das Mobilfunkunternehmen Ericsson gaben bekannt, künftig zusammen zu arbeiten. Im Rahmen des Joint Ventures wird eine Technik für die mobile Vernetzung entwickelt, die exklusiv von Ericsson vertrieben wird. Diese ist sowohl für Internetservice-Provider als auch für Mobilfunknetz-Betreiber interessant. Bereits am Dienstag hat James Parmelee vom Analystenhaus Credit Suisse First Boston die Juniper Aktie mit "aggressiv kaufen" bewertet.



Ciena

verlor über 13 Prozent an Wert. Ein Analystenkommentar brachte den Wert zum Absturz. Konkurrenten wie Lucent Technologies könnten den Hersteller von Glasfaserzubehör zwingen, Preise zu senken und Gewinnmargen zu reduzieren. Sprint, einer der größten Kunden von Ciena, wandert bereits zu Alcatel ab.



Unter Druck dürften heute die Telekom-Werte geraten. Lieferanten von Telekommunikationszubehör zieht es vorbörslich ebenfalls in die Tiefe. Alcatel und Nokia notieren schwächer.

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