Chip filtert störende Frequenzen
Digitales Hörgerät verstärkt auch leiseste Geräusche

Das weltweit erste Hörgerät für höchstgradig Hörgeschädigte wurde in der Nähe des Zürich-Sees entwickelt. Die Supero- Geräte der Schweizer Firma Phonak sind speziell für Patienten gedacht, die so gut wie nichts mehr hören.

bes DÜSSELDORF. "Diese Menschen verstehen ihren Gesprächspartner erst dann, wenn er sie mit Disco-Lautstärke anschreit", erläutert Stefan Launer, technischer Leiter von Phonak. Das Gerät arbeitet rein digital und besitzt eine speziell für extrem starke Verstärkungen konstruierte Signalaufbereitung. Bislang werden auch die hochgradig Hörgeschädigten mit Geräten versorgt, die im Wesentlichen den Hörhilfen für normal schwerhörige Patienten entsprechen. Lediglich die Ausgangsleistung wird bei diesen Apparaten erheblich gesteigert. Das Resultat ist für die Schwerhörigen nur bedingt akzeptabel. Viele Geräusche, die für Menschen mit gesunden Ohren ganz selbstverständlich zum Alltag gehören, sind für diese Patienten auch mit Hörhilfe nicht wahrnehmbar.

Die konventionelle analoge Verstärkungstechnik stößt schnell an ihre Grenzen. Ist die Verstärkung zu groß, kann es leicht zu einer Rückkopplung kommen. Der Patient hört ein äußerst schmerzhaftes, schrilles Pfeifen. Dank eines aktiven Filters regelt die neu entwickelte Digitaltechnik die Leistung sofort herunter, wenn eine Rückkopplung auftritt. Ein Chip reduziert die Verstärkung allerdings nicht im ganzen, sondern nur in einem schmalen Bereich. Dazu verwendet er einen Filter, der nur den betroffenen Frequenzbereich herausnimmt. Die übrigen Töne werden weiter maximal verstärkt und bleiben nun auch für den Schwersthörgeschädigten wahrnehmbar.

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