Chip für Datenübertragung per Funk soll im September auf den Markt kommen
Adcon Telemetry nährt Hoffnung auf hohes Wachstum

Hohe Wachstumschancen durch die Einführung eines neuen Produkts verspricht die Adcon Telemetry AG aus den österreichischen Klosterneuburg ihren Anlegern: Der Anbieter von kabelloser, digitaler Funkübertragungstechnologie will im September 2001 mit einem laut Vorstandschef Günther Walcher "weltweit einzigartigen Chip zur digitalen Funkübertragung" auf den Markt kommen.

kg WIEN. Der "Joker" genannte 7 mal 7 mm große Chip könne im Gegensatz zu den Bluetooth-Chips (bis 10 mm) für Übertragungsdistanzen von 60 bis 300 m eingesetzt werden. Der neue Chip zielt im lizenzfreien europäischen und US-amerikanischen Frequenzspektrum auf die Haushaltstechnik als Einsatzgebiet, während Bluetooth im Büro Anwendung findet. Im Vergleich zu Bluetooth soll Joker weniger Energie verbrauchen und deutlich weniger kosten (Bluetooth 20 $). Adcon rechnet mit 5 Mill. verkauften Chipsätzen im ersten Jahr, 50 Mill. im zweiten und 500 Mill. im dritten Jahr.

Die Kalkulationen für das laufende Jahr kommen noch ohne Joker aus. Trotzdem soll der Umsatz verdoppelt und ein Ergebnis nach Steuern von 10 % des Umsatzes erreicht werden. Im Jahr 2000 erzielte Adcon einen Umsatz 11,1 Mill. Euro (Vorjahr 5,5), das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (Ebitda) war mit 0,1 (-0,2) Mill. Euro erstmals positiv. Das Ergebnis nach Steuern drehte von-0,75 auf + 0,43 Mill. Euro, je Aktie sind das +0,05(-0,09) Euro.

Seinen Optimismus begründet Walcher damit, dass Adcon über alle weltweit gängigen Funktechnologien im lizenzfreien Frequenzband verfügt. Zudem ist der Auftragsstand mit 7,9 Mill. Euro viermal so hoch wie im Vorjahr und die Kasse gefüllt (Eigenkapitalquote 85,3 %). Technologie-Akquisitionen sind keine mehr geplant, so Walcher, im Software- und Marketingbereich wären aber Zukäufe möglich.

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