Chip-Händler will Rechtsschritte einlegen
Finanzamt bittet ACG zur Kasse

Der Chip-Händler ACG muss nach eigenen Angaben ) Millionen Euro an das Finanzamt Wiesbaden zurückzahlen und für diesen Betrag eine Rückstellung in der Bilanz 2002 bilden.

Reuters WIESBADEN. Bei der strittigen Angelegenheit gehe es um Handelsgeschäfte mit elektronischen Bauteilen im Bereich ACG Technology Services, für die das Unternehmen eine Vorsteuer-Erstattung vereinnahmt habe, teilte die im Nemax50 gelistete ACG am Montagabend mit. Diese Steuern müssten nach einer Entscheidung des Finanzamts zurücküberwiesen werden, hieß es ohne nähere Erläuterungen. Zwar werde ACG Rechtsmittel gegen den Entscheid der Behörde einlegen, doch müsse für den Betrag vorsichtshalber eine Rückstellung gebildet werden.

Dies werde unmittelbar auf das Ergebnis des abgelaufenen Jahres durchschlagen, warnte ACG. Bisher hatte das Unternehmen ein positives operatives Ergebnis in Aussicht gestellt. In den ersten neun Monaten 2002 hatte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) bei 955 000 Euro gelegen.

Zudem hat ACG nach eigenen Angaben seine Tochterfirma für die Herstellung von Komponenten für kontaktlose Smart-Cards, Cubit, an einen privaten Investor verkauft. Über den Preis für das Erfurter Unternehmen, das zur ACG-Beteiligung Microidentt gehört, sei Stillschweigen vereinbart worden. Über den Verkauf von drei weiteren Microidentt-Töchtern werde noch verhandelt. Microidentt sollte eigentlich als Ganzes verkauft werden. Beim Verkauf der Einzelteile sei aber ein höherer Erlös zu erzielen, hieß es.

Die ACG-Aktie wurde vorübergehend vom Handel ausgesetzt.

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