Chip-Hersteller will weniger Geld ausgeben
Intel bestätigt die Umsatzprognosen

Der weltweit größte Chiphersteller Intel rechnet im laufenden Quartal mit einer Umsatzentwicklung im unteren Bereich der zuletzt abgegebenen Prognosen und liegt damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Der Umsatz im dritten Quartal werde im unteren Bereich der im Juli prognostizierten Spanne von 6,2 Milliarden Dollar bis 6,8 Milliarden Dollar erwartet, teilte der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mit.

Reuters SANTA CLARA. Auch der erwartete Rohgewinn liege weiter im Rahmen der letzten Schätzungen. Alle anderen wichtigen Erwartungen blieben unverändert. Die Intel-Aktie reagierte nachbörslich mit Kursgewinnen.

"Der gesamte Tenor dieses Updates ist, dass all unsere Geschäfte sich wie erwartet entwickeln. Speziell der Mikroprozessor-Bereich folgt dem üblichen saisonal bedingten Schema und zeigt mehr Stärke in der zweiten, als in der ersten Hälfte", sagte Finanzchef Andy Bryant in einer Telefonkonferenz. Auch der Rohgewinn, also der im Prozent ausgedrückte Überschuß der Umsatzerlöse über die direkten Kosten der verkauften Produkte, werde weiterhin um die 47 Prozent gesehen, hieß es. Die Ausgaben würden mit 2,0 bis 2,1 Milliarden Dollar leicht niedriger ausfallen als die bislang angenommenen 2,1 bis 2,2 Milliarden Dollar.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Umsatz von 8,73 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Von Reuters befragte Analysten hatten durchschnittlich zuvor für das dritte Quartal 2001 einen Umsatz von 6,41 Milliarden Dollar, sowie einen Gewinn je Aktie von elf Cents prognostiziert.

Intel hatte im zweiten Quartal wegen eines rückläufigen PC-Absatzes, der Konjunkturabkühlung und des Preiskampfs mit dem Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) einen Gewinneinbruch verbucht. Vergangene Woche hatte Intel die Preise einiger Pentium-4-Mikroprozessoren um 50 Prozent gesenkt, woraufhin auch AMD die Preise gesenkt hatte. AMD hatte vergangene Woche angekündigt, im dritten Quartal einen operativen Verlust und einen Umsatzrückgang von 15 Prozent zu erwarten.

Ende August hatte Paul Otellini, Chef der Intel Architecture Group, gesagt, dass er im zweiten Halbjahr mit einer saisonal bedingten höheren Nachfrage nach Intel-Produkten rechne. Bei anderen PC-und Chipherstellern waren indes Befürchtungen aufgekommen, dass sich dieses saisonale Anziehen wegen der Wirtschaftsflaute nicht wiederholen werde.

Die Aktien von Intel reagierten außerbörslich mit Kursgewinnen auf die neuen Prognosen. Der Intel-Kurs kletterte im Instinet-Handel auf 26,80 Dollar, nachdem die Titel an der Technologiebörse Nasdaq bei 26,10 Dollar geschlossen hatten.

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