Chip-Timing
Unbestechliche Streckenposten

Schummler haben keine Chance: Elektronische Systeme erfassen bei Marathon und Inliner-Event unterwegs die Zeiten.

Jahrhundertelang trotteten Kaufleute, Ackerbürger, Wanderburschen, Tagelöhner und Bauern über die alte Salzstraße Hellweg - und stapften dabei allenfalls in olle Pferdeäppel. Heute tritt alle paar Kilometer auf rotbraunen, merkwürdig piepsenden Schaumstoff, wer sich am Silvestermorgen auf die 15 Kilometer lange Laufstrecke von Werl in Westfalen nach Soest aufmacht.

Auf dieser Teilstrecke wird die viel befahrene Ost-West-Magistrale Bundesstraße 1 dann zur Piste für einen der Silvesterläufe. Zehntausende von Joggern schließen das alte Läuferjahr ab und hecheln einem neuen Jahr entgegen.

Die rostbraunen Kunststoffmatten, wie flache Kissen über die Straße gebreitet, gehören zu dem Zeitmesssystem, das Anfangs-, Zwischen- und Endzeiten der Teilnehmer erfasst. Das tausendfache Zwitschern, das an eine überfüllte Vogelvoliere erinnert, ist die akustische Bestätigung dafür, dass ein Läufer die Matte betreten hat, sein Chip-Signal erfasst und in die Datenverarbeitung der Zeitmessfirma eingespeist wurde.

"Mit dem Chip erhält auch der langsamste Läufer seine Nettozeit, also die Zeit, die er tatsächlich vom Start bis zum Ziel unterwegs war", erklärt Horst Milde, Organisator des Berlin Marathons. Da kann er ruhig ohne Nachteil als Letzter im Läuferfeld über die Startlinie laufen.

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