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Chip- und Telekommunikationsaktien im Minus

Zur Wochenmitte sind die Investoren wieder nervös, was die Technologie-Aktien betrifft. Besonders der Chip- und Telekommunikationssektor zieht am Mittag die New Yorker Indizes in den Keller. Schlechte Analystenkommentare und eine Gewinnwarnung vermaseln den Weg in die Gewinnzone.

Der größte Verlierer ist zum Mittag Worldcom. Die Telefongesellschaft hat seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das vierte Quartal sowie das kommende Geschäftsjahr reduziert. Das Unternehmen leidet besonders im Bereich der Ferngespräche unter verstärkter Konkurrenz und dem schwachen Euro. Zudem gibt wie schon AT&T auch Worldcom Umstrukturierungen bekannt. Man will den Konzern mit zwei verschiedenen Geschäftsbereichen an die Börse bringen.



Altera

, ein Hersteller von programmierbaren Chips, warnt vor einem schwächeren vierten Quartal. Xilinx, gestern noch hoch gelobt, folgt mit in die Verlustzone. Zudem hagelt es von Analystenseite es eine Reihe von Abstufungen. Applied Materials und der Chiptechnologiehersteller KLA Tencor fallen nach einer Abstufung von Morgan Stanley. Unter den Chipherstellern kann sich nach einem positiven Kommentar von Lehman Brothers nur Intel behaupten.



Auch Finanzaktien starten schwach, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs die Erwartungen für eine Reihe von Brokerhäusern senkt. Als Begründung geben die Analysten die anhaltende Marktschwäche an. J.P. Morgan landet sofort auf dem Dow Jones Verliererplatz.



Unter den Verlierern der Blue Chips befindet sich Hewlett-Packard. Der Computerriese überdenkt die Übernahme eines Teils der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers. Die Unternehmen haben vergangenen Monat mitgeteilt, dass Verhandlungen geführt werden. Der Hewlett-Packard Kurs ist seit Bekanntwerden der Gespräche rund 20 Prozent gefallen. Bei Anlegern habe sich die Sorge verbreitet, dass das Wachstum durch den Kaufpreis in Höhe von 17 bis 18 Milliarden Dollar verringert werden könnte.



Der NAPM-Einkaufmanagerindex für Oktober, ein Barometer, das die Aktivitäten des verarbeitenden Gewerbes misst, ist geringer ausgefallen als von Wall Street Ökonomen erwartet. Gegenüber September ist der Index um 1,6 Prozent zurückgegangen und deutet so auf eine schnellere Konjunkturabkühlung als vorher angenommen.



Einen Tag vor den Ergebnismeldungen von Qualcomm mehren sich die Sorgen der Analysten, der Handy-Technologie-Spezialist werde geringer Umsätze ausweisen als erwartet. Grund für die befürchtete Umsatzschlappe: Die Nachfrage nach CDMA-Handy-Chips habe sich in Südkorea, Qualcomm?s größtem Markt, deutlich reduziert. Einige Analysten rechnen mit Umsatzeinbrüchen von bis zu elf Prozent auf 639 Millionen Dollar. Nachdem die Aktie seit Jahresanfang bereits 63 Prozent an Wert verloren hat, verliert Qualcomm bis zum Mittag fast drei Prozent.



Gut performen kann am Mittag der Einzelhandelssektor unter der Führung von Wal-Mart. Merrill Lynch hat die Ladenkette mit einer Kaufempfehlung bestätigt. Auch Home-Depot kann sich unter den Dow Jones Gewinnern behaupten.

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